Anzeige
Sie konnten Kristallisationsprozesse messen, die 10.000 Mal schneller ablaufen als bislang bekannte. Kenntnisse über die unterschiedlichen Kristallisationswege sind wichtig, um die spezifische Wirkung bei der Entwicklung von Arzneimitteln charakterisieren zu können.
Der Wirkstoff Nifedipin liegt in verschiedenen chemischen Modifikationen vor, die jeweils aus den gleichen Atomen aufgebaut sind, sich aber in ihrer räumlichen Anordnung und somit in ihren Eigenschaften unterscheiden. Deshalb sind Kenntnisse über alle Modifikationen und deren Umwandlungs(Kristallisations)wege wichtig. So kann man gezielt eine Modifikation des Wirkstoffes bei der Herstellung stabilisieren.
Nifedipin liegt in einer amorphen (glasartigen) und zwei kristallinen Modifikationen (α, β) vor. Die amorphe Form einer Verbindung ist in der Regel besser löslich, aber weniger stabil als ihr kristallines Pendant. Die Modifikationen können unter bestimmen Bedingungen ineinander übergehen. Den außerordentlich schnellen Übergang vom amorphen Zustand in die metastabile β-Modifikation haben die Forscher nun mittels in situ-Ramanspektroskopie beobachtet.
Die β-Modifikation ist bei 25 Grad Celsius für weniger als 10 Minuten stabil, bevor wiederum die Umwandlung in die stabile α-Modifikation erfolgt. Die Geschwindigkeit der Transformation impliziert, dass klassische Diffusion nicht die treibende Kraft für die Bildung der verschiedenen Modifikationen ist. Stattdessen erklären die Forscher ihre Beobachtung damit, dass sich die Moleküle räumlich vororientieren und dadurch die schnelle Kristallisation möglich wird.
Die aktuellen Arbeiten der BAM auf diesem Gebiet werden über das Schwer-punktprogramm „Kristalline Nichtgleichgewichtsphasen“ (SPP 1415) der DFG gefördert.
[1] Chem. Commun., 2012, DOI: 10.1039/C1CC16301A
Kontakt:
Dr. rer. nat. Franziska Emmerling
Abteilung 1 Analytische Chemie; Referenzmaterialien
E-Mail: franziska.emmerling@bam.de
Dr. Ulrike Rockland | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.bam.de
Weitere Berichte zu: â-Modifikation > Analytische Chemie > Analytische Chemiker > BAM > Kristalline Nichtgleichgewichtsphasen > Kristallisation > Kristallisationsprozesse > Modifikation > Nifedipin > Superschnelle Kristalle > Umwandlung > Wirkstoff
Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
Jetzt ...
Anzeige
Anzeige

23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik
Nano-Müll lässt sich nicht verbrennen
23.05.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Nea Kameni volcano movement captured by Envisat
23.05.2012 | Geowissenschaften
Jeder Mensch ist anders - Nutzen der individualisierten Medizin
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Exklusive Kontakte beim Investforum
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten