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Die beiden Forscher konnten feststellen, dass ein und dasselbe Weibchen von einer Eiablage zur anderen nicht nur die Anzahl, sondern auch die Größe ihrer Eier an die Umweltveränderungen anpassen kann, damit die Jungtiere die besten Überlebenschancen unter den neuen Umweltbedingungen haben. In einer nährstoffreichen Umwelt legen die Weibchen eher viele, dafür aber kleinere Eier ab. In einer wettbewerbsgeprägten Umwelt - d.h. in der es viele Individuen und nur wenig Nahrung gibt - werden dagegen weniger, jedoch größere Eier gelegt. Somit sind die Jungtiere beim Schlüpfen bereits größer und haben so verbesserte Überlebenschancen unter diesen ungünstigen Umweltbedingungen.
Eine solche ausgeprägte Flexibilität in der Fortpflanzung stellt eine bedeutende Anpassung dar. Die Forscher haben allerdings auch herausgefunden, dass die Linien von Springschwänzen, bei denen diese Anpassungsfähigkeit am deutlichsten ausgeprägt ist, auch unter einer frühzeitigen Mortalität leiden. Bei Springschwänzen gibt es demzufolge zwei unterschiedliche Überlebensstrategien: entweder sie verfügen über eine anpassungsfähige Reproduktion, um den Preis einer begrenzten Lebenserwartung oder sie besitzen ein langes Leben, ohne die besondere Fähigkeit zur Anpassung ihrer Fortpflanzung an die Umwelt.
Aus dem Vergleich dieser beiden Strategien, die sich relativ früh im Laufe der Evolution dieser Spezies auseinanderentwickelt haben, lässt sich ableiten, dass eine beschleunigte Alterung nicht nur die Folge einer intensiveren Fortpflanzung, sondern auch einer hohen Anpassungsfähigkeit und eines starken genetischen Potentials bzgl. der Reproduktion ist.
Kontakt: Thomas Tully - Laboratoire Ecologie & Evolution - CNRS/Université Pierre et Marie Curie/ENS Paris - Tel: +33 144 322 310 - E-Mail: tully@ens.fr
Quelle: Pressemitteilung des französischen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) - 15.09.2008 http://www2.cnrs.fr/presse/communique/1417.htm
Redakteurin: Claire Nicolas, claire.nicolas@diplomatie.gouv.fr
Wissenschaft-Frankreich (Nummer 150 vom 06.10.08)
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Quelle: Wissenschaft Frankreich
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