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Wissenschaftler des Shanghai Institute of Biochemistry and Cell Biology haben Stammzellen von erwachsenen Schweinen die Fähigkeit verliehen, sich wie embryonale Stammzellen in jedes Gewebe des Körpers zu verwandeln.
Das Team um Lei Xiao hofft, dass dieser Durchbruch einen Beitrag zur Erforschung von Krankheiten beim Menschen leisten und die Züchtung von Tieren für Organtransplantate ermöglichen kann. Zusätzlich könnten Tiere entstehen, die gegen Krankheiten wie die Schweinegrippe resistent sind. Details der Studie wurden online im Journal of Molecular Cell Biology veröffentlicht.
Laut Xiao seien viele andere Versuche gescheitert, erwachsene Zellen von Tieren wie Schweinen zu pluripotenten Stammzellen zu machen. Daher sei dieser aktuelle Erfolg von ganz besonderer Bedeutung. Das Team programmierte Zellen aus dem Ohr und dem Knochenmark eines Schweines mit einem Cocktail aus Chemikalien um, der ihnen mittels eines Virus zugeführt wurde. Tests zeigten, dass die umprogrammierten Zellen zu jeder Zellart werden konnten, aus der die drei Schichten in einem sich entwickelnden Embryo bestehen.
Xiao erklärte, dass Schweine ein potenziell idealer Lieferant für Organtransplantate seien, da ihre Organe in Funktion und Größe jenen der Menschen ähnlich sind. Umprogrammierte Stammzellen könnten daher dafür eingesetzt werden, die Organe der Tiere für das menschliche Immunsystem kompatibel zu machen und damit das Risiko einer Abstoßung zu minimieren. Die Zellen könnten auch dafür eingesetzt werden, menschliche Krankheiten bei Schweinen nachzuahmen und es so Wissenschaftlern zu ermöglichen, neue Behandlungsansätze ohne menschliche Freiwillige zu testen.
Zusätzlich zu den Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin sei es auch denkbar, diese Entdeckung für Verbesserungen in der Tierzucht einzusetzen. Ziel könnten gesündere Tiere sein, deren Wachstum gezielt kontrolliert werden kann. Der Wissenschaftler warnte jedoch laut BBC, dass es noch mehrere Jahre dauern könnte, bis eine Anwendung im Krankenhaus möglich ist.
Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.sibcb.ac.cn/
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