Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Schaffung "ethischer" Stammzellen auf der Spur

02.03.2009
Menschliche Hautzellen ohne den Einsatz von Viren manipuliert

Anzeige

Englische und kanadische Wissenschaftler sind der Schaffung von Stammzellen für die Behandlung von Krankheiten ohne den Einsatz von Embryos wieder einen Schritt näher gekommen. Das Team manipulierte menschliche Hautzellen dahingehend, dass sie sich ohne den Einsatz von Viren wie embryonale Stammzellen verhalten. Damit sollte ihr Einsatz beim Menschen auch sicherer werden. Die Zellen wurden laut Nature durch das Einsetzen von vier Genen umprogrammiert, die nach Beendigung des Prozesses wieder entfernt werden.


2007 gelang es japanischen und amerikanischen Wissenschaftlern, Hautzellen genetisch so zu verändern, dass sie wie die Stammzellen pluripotent wurden. Damit wurde eine Möglichkeit für ihren Einsatz in der Wissenschaft geschaffen. Dieses Verfahren nutzte jedoch Viren, um die Zellen genetisch zu verändern. Damit bestand die Gefahr, dass sie bösartig werden und damit für den medizinischen Einsatz nicht sicher sein dürften. Den Wissenschaftlern des Medical Research Council Centre for Regenerative Medicine at the University of Edinburgh und der University of Toronto gelang es jetzt, die Zellen ohne den Einsatz von Viren bei Zellen von Mäusen und Menschen zu verändern.

Zusätzlich gelang es dem Team, die eingesetzten Gene auch wieder zu entfernen. Der leitende Wissenschaftler Keisuke Kaji betonte, dass niemand, nicht einmal er selbst, geglaubt hätte, dass das wirklich möglich sei. Eines Tages könnte mit Hilfe dieses neuen Ansatzes vielleicht sogar der Einsatz von menschlichen Embryos zur Gewinnung von Stammzellen überflüssig werden. Derzeit arbeiten die Forscher an der Verbesserung der Effektivität des Prozesses.

Andras Nagy, der kanadische Co-Autor der Studie, ist ebenfalls optimistisch, dass diese Stammzellen die Basis für die Behandlung von vielen Krankheiten sein werden, die derzeit noch als unheilbar gelten. Stammzellen-Pionier Ian Wilmut schränkte jedoch laut BBC ein, dass noch einige Zeit vergehen werde, bis diese Zellen bei Patienten zum Einsatz kommen können.

Entscheidend sei es, über ein Verfahren zu verfügen, dass es ermöglicht, die gewünschten Zelltypen aus diesen Stammzellen entstehen zu lassen. Mit Hilfe von Kollegen, die an der Differenzierung von Stammzellen arbeiten, bestehe jedoch die Hoffnung, dass dieser neue Ansatz bald zur Anwendung kommen kann.

Michaela Monschein | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.utoronto.ca

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center

nachricht Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College

Alle Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Im Focus: Mikroben kennen nur eine Konstante: Veränderung!


Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.

„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...

Im Focus: Schnelles Korallensterben


Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen

Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.

Jetzt ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Komplexität beherrschen

23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik

Nano-Müll lässt sich nicht verbrennen

23.05.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Nea Kameni volcano movement captured by Envisat

23.05.2012 | Geowissenschaften

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Jeder Mensch ist anders - Nutzen der individualisierten Medizin

23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“

23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Exklusive Kontakte beim Investforum

23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp