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Sie führten diese Untersuchungen an der Modellpflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) durch. Anhand dieser Pflanze untersuchten die Forscher die Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Salmonellen.
Die Arbeiten dürften auch Auswirkungen auf die Politik im Bereich der Lebensmittelsicherheit haben, da jährlich ca. 1,5 Milliarden Fälle von Lebensmittelvergiftungen weltweit durch Salmonellen verursacht werden, insbesondere durch Obst und Gemüse.
Mit Hilfe eines Markers, eines grünen flureszierenden Proteins, haben die Forscher nachgewiesen, dass die untersuchte Art, die Salmonella enterica serovar typhimurium, die Fähigkeit besitzt, in die Zellen der Ackerschmalwand einzudringen und sich dort zu vermehren. Obwohl regulierende Proteine, wie die beiden Mitogen-aktivierten Protein-Kinasen 3 und 6, bereits 15 Minuten nach einer Salmonellen- Infektion aktiviert werden, können sie die Vermehrung der Bakterien nicht verhindern. Ebenso nutzlos erscheint ein anderer Abwehrmechanismus, der durch die Pflanzenbotenstoffe Salicyl- und Jasmonsäure sowie Ethylen aktiviert wird. Zwar zeigte dieser Mechanismus bis zu sechs Stunden Aktivität, jedoch konnte er das Auftreten von Krankheiten (Absterben, Bleichsucht...) nicht verhindern.
Diese Entdeckung würde gleichzeitig erklären, warum das Abwaschen oder das Sterilisieren der Obstund Gemüseoberflächen unwirksam bleibt und den Menschen nicht hundertprozentig vor einer Salmonellenvergiftung schützen kann. Es war bereits bekannt, dass Salmonellen bis zu 900 Tagen in kontaminierten Böden überleben können und somit eine bedeutende Infektionsquelle für Pflanzen darstellen. Bislang wurde des Weiteren angenommen, dass die Infektion nur passiv erfolgt, durch die einfache Präsenz des Bakteriums an der Oberfläche. Die Forscher konnten nun jedoch nachweisen, dass die Infektion auch aktiv durch Infiltration der Zellen und Vermehrung des Bakteriums ausgelöst wird.
Kontakt:
Heribert Hirt,
Leiter der Abteilung für Pflanzenmolekularbiologie der Universität Wien und
stellvertretender Leiter der Forschungseinheit für Pflanzengenomik –
Tel.: +33 1 60 87 45 08 –
E-Mail: hirt@evry.inra.fr
Quelle: FWF – 27.05.2008
Redakteur: Mathieu Girerd, mathieu.girerd@diplomatie.gouv.fr
Wissenschaft-Frankreich (Nummer 149 vom 18.09.2008)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich
Kostenloses Abonnement durch E-Mail : sciencetech@botschaft-frankreich.de
Quelle: Wissenschaft Frankreich
Weitere Informationen: www.wissenschaft-frankreich.de/allemand
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