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Von Pflanzen zu Kunststoffen

07.02.2012
Zum 1. Februar 2012 startete das von der EU geförderte 13-Millionen-Euro-Projekt BioConSepT.

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Mit dem Projekt soll ein integrierter, ganzheitlicher Prozessansatz zur Herstellung von Grundstoffen für die biobasierte Polymerherstellung demonstriert werden.


Ziel ist es, Prozesse zu liefern, die Biomasse der zweiten Generation wie Reststoffe aus der Landwirtschaft in werthaltige Chemikalien konvertieren und dabei 30 Prozent günstiger und 30 Prozent nachhaltiger sind als entsprechende chemische Verfahren oder die entsprechenden Biotechnologieprozesse, die mit Rohstoffen der ersten Generation wie Glucose arbeiten.

Biomasse zu Chemikalien

BioConSepT fokussiert sich auf die Nutzung von Rohstoffen der sogenannten zweiten Generation wie Lignocellulose und ungenießbare Öle und Fette, die nicht zur Nahrungsmittelproduktion eingesetzt werden können. Die Partner haben sieben Verfahren zur Herstellung für Chemikalien aus Rohstoffen der zweiten Generation ausgewählt. Dabei werden sowohl enzymatische, mikrobielle als auch chemische Reaktionen eingesetzt und gegebenenfalls in den Produktionsketten miteinander kombiniert.

Die Einführung kontinuierlicher Prozesse, neuer Reaktoren und selektiver Auftrennungstechnologien wird Durchbrüche bei der Kostenreduktion und Nachhaltigkeit dieser Prozesse erzielen. Ziel des Projekts ist es, Mustermengen für die Markterprobung von biobasierten Polymeren, Harzen, Weichmachern, Biotensiden und Lösungsmittel bereitzustellen. Innerhalb von zwei Jahren wird BioConSepT die zwei erfolgversprechendsten Herstellungsprozesse auswählen, um Produktmengen in der Größenordnung von 100 kg bis 1000 kg bereitzustellen.

Der Umstieg von einer Erdöl-basierten zu einer bio-basierten Wirtschaft wird einen enormen Einfluss sowohl auf die Gesellschaft als Ganzes als auch auf wichtige industrielle Sektoren wie Landwirtschaft, die Chemie- und Nahrungsmittelindustrie sowie den Energiesektor haben. Eine Spitzenposition in der bio-basierten Wirtschaft ist essenziell, um die führende Marktposition der europäischen Prozessindustrie beizubehalten, welche die Bereitstellung von Chemikalien und Energieträgern, die Erhaltung von Arbeitsplätzen, und die Schaffung einer nachhaltigen Gesellschaft sicherstellt.

Das Projekt zielt darauf, die sich schließende Kluft zwischen Labor und der industriellen Praxis für die Produktion von Chemikalien aus vorhandener Biomasse weiter zu verringern.

Das BioConSepT-Konsortium wird durch TNO koordiniert und besteht aus 31 Partnern, die sich aus Forschungs- und Technologie-Zentren, industriellen Konzernen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen rekrutieren.

Ansprechpartner am Fraunhofer IGB:
PD Dr. Steffen Rupp
Telefon +49 711 970-4045
steffen.rupp@igb.fraunhofer.de

Dr. Claudia Vorbeck | Quelle: Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen: www.igb.fraunhofer.de

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