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Mit Unterstützung der Bayerischen Patentallianz GmbH konnte die Universität Erlangen-Nürnberg das Patent jetzt an das amerikanische Biotechnologieunternehmen Epiphany Biosciences übertragen.
Das Protein, das die Forscher um den Virologen PD Dr. Frank Neipel entdeckten, ist ein Bestandteil des Humanen Herpesvirus 8 (HHV-8). Fast alle Patienten, die an einem Kaposi-Sarkom erkranken, sind mit diesem Herpesvirus infiziert. Das Sarkom kommt häufig bei Menschen vor, die an AIDS leiden.
"Das menschliche Immunsystem reagiert sehr sensibel auf das Protein und bildet Antikörper dagegen", erklärt Frank Neipel. "Wenn wir dieses Protein bzw. die Antikörper im Blut nachweisen, sind wir in der Lage, sehr genau zu sagen, ob der Patient mit dem HHV-8 Virus infiziert ist und am Kaposi-Sarkom erkranken könnte bzw. schon erkrankt ist."
Die Entdeckung der Erlanger Forscher könnte dazu beitragen, Therapien gegen die Virusinfektion oder sogar das Kaposi-Sarkom zu finden. Denkbar ist auch, Blut- und Organspenden zum Schutz der Empfänger auf das Herpesvirus zu testen.
Die Universität Erlangen-Nürnberg, gegründet 1743, ist mit 26.100 Studierenden, 550 Professorinnen und Professoren sowie 2000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Universität in Nordbayern.
Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen an den Schnittstellen von Naturwissenschaften, Technik und Medizin in engem Dialog mit Jura und Theologie sowie den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Seit Mai 2008 trägt die Universität das Siegel "familiengerechte Hochschule".
Die Bayerische Patentallianz GmbH bewertet und vermarktet Erfindungen von mehr als 16.000 Wissenschaftlern in Bayern. Sie zählt zu den größten und erfolgreichsten Patent- und Vermarktungsagenturen in Deutschland.
Weitere Informationen für die Medien:
PD Dr. Frank Neipel
Tel.: 09131/85-23786
neipel@viro.med.uni-erlangen.de
Ute Missel | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-erlangen.de/
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