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Das neu gegründete Committee for Advanced Therapies (CAT) wählte Dr. med. Christian Schneider vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zu seinem ersten Vorsitzenden. CAT ist der Ausschuss für neuartige Therapien und einer von sechs wissenschaftlichen Ausschüssen der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA. Christian Schneiders Vorsitz gilt zunächst für drei Jahre.
"Mit Christian Schneider hat der CAT einen Vorsitzenden gewählt, der im Bereich biomedizinischer Arzneimittel und insbesondere bei neuartigen Therapien einen hervorragenden wissenschaftlichen Sachverstand mitbringt", betont Prof. Johannes Löwer, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. "Diese Wahl zeigt einmal mehr die Wertschätzung der umfassenden wissenschaftlichen Expertise und der langjährigen Erfahrung, die das Paul-Ehrlich-Institut für die Arzneimittelzulassung auf europäischer Ebene zur Verfügung stellt."
Die EMEA gründete den CAT im Januar 2009 gemäß der Europäischen Verordnung (EG) Nr. 1394/2007. Er ist multidisziplinär mit herausragenden Experten besetzt. Seine Aufgabe ist es u.a. die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit neuartiger Therapien zu bewerten und die wissenschaftliche Entwicklung in diesem Feld zu beobachten. Neuartige Therapien wie Gen- oder Zelltherapie sowie Gewebezüchtung und -regeneration bieten bahnbrechende neue Behandlungsmöglichkeiten. Der CAT bereitet federführend das Gutachten zur Zulassungsempfehlung von Neuartigen Therapien für den Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) vor. Im CAT vereinen Wissenschaftler wie auch Patientenvertreter und Vertreter der Ärzteschaft ihr Wissen und ihre Erfahrung.
"Ich möchte den CAT als selbständigen, effektiv arbeitenden Ausschuss etablieren, der in enger Kooperation mit dem CHMP und den anderen Ausschüssen und Arbeitsgruppen auf höchstem Niveau arbeitet", setzt sich Christian Schneider zum Ziel. "Auf diese Weise möchte ich daran mitarbeiten, neuartige Therapien zum Nutzen der Patienten verfügbar zu machen."
Einige Angaben zur Person:
Christian Schneider erhielt seine medizinische Ausbildung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und arbeitete wissenschaftlich am Max-Planck-Institut für Neurobiologie (Abteilung Neuroimmunologie) in Martinsried bei München, bevor er im Paul-Ehrlich-Institut zunächst die Verantwortung für die hochpotente Arzneimittelklasse der monoklonalen Antikörper übernahm. Er war sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene an der Aufarbeitung der Lehren aus der desaströsen klinischen Studie mit dem monoklonalen Antikörper TGN1412 in London maßgebend beteiligt. Seit September 2007 ist er kooptiertes Mitglied des CHMP bei der EMEA, seit April 2007 leitet er die Abteilung EU-Koordination / Mikrobiologie am Paul-Ehrlich-Institut.
Dr. Susanne Stöcker | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.pei.de
www.pei.de/DE/infos/presse/pm/2009/01.html
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