Anzeige
Tumore bedeutend früher zu erkennen und behandeln zu können als bisher ist das große Ziel des am 25. Mai 2009 gestarteten Verbundes OPTOPROBE. Zum Verbundsstart waren hochrangige Gäste aus Wirtschaft und Politik geladen, wie etwa Dr. Jörn Biel, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein.
Der aus sechs Projektpartnern bestehende Verbund wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei seinem Vorhaben mit über 2,6 Mio. Euro gefördert. Das BMBF fördert im Forschungsschwerpunkt Biophotonik seit dem Jahr 2002 Verbundprojekte, in denen Wissenschaft und Industrie optische Lösungen für biologische und medizinische Probleme erarbeiten.
Ziel des Konsortiums OPTOPROBE über drei Jahre Forschungsarbeit ist die Entwicklung intelligenter Sonden und ihre Integrierung in ein Endoskop-basiertes diagnostisches System, das neben der Diagnostik auch die simultane, laserinduzierte Zerstörung des Tumors während des Eingriffs ermöglichen soll. Das Transferprojekt beinhaltet die umfassende Entwicklung eines neuen diagnostischen Verfahrens, wobei die einzelnen Aufgaben der Partner wie ein Puzzle zusammengesetzt werden. Dies geschieht von der Identifizierung einer Zielstruktur über die Bereitstellung der benötigten Reagenzien und Diagnostika bis hin zur Geräteentwicklung sowie der Erprobung, Anwendung und Martkeinführung.
Kernstück des Projekts ist die Entwicklung "intelligenter" Sonden mittels eines molekularen Evolutionsverfahrens. Abhängig von der Zielstruktur werden spezifische Peptide (Aminosäureketten) synthetisiert und auf definierte Eigenschaften hin analysiert. Die Testergebnisse werden in ein lernendes Computerprogramm eingespeist, das neue Peptidmoleküle für die Untersuchung vorschlägt. Dazu werden die Ursprungspeptide in Abhängigkeit von ihrer Qualität untereinander gekreuzt, um so Eigenschaften wie Bindung und Zielstruktur, Stabilität des Moleküls oder Zelldurchlässigkeit zu optimieren und an Nachfolgegenerationen weiterzugeben. Das Verfahren entspricht damit dem Evolutionsprizip und erlaubt neben der gezielten Kreuzung auch Evolutionssprünge wie Punktmutation durch zufällig gesteuerten Aminosäureaustausch. Die derart optimierten Peptide werden anschließend mit Funktionen versehen, die z.B. das An- und Abschalten dieser Sonden erst nach Bindung an die Zielstruktur ermöglichen. Durch die Kopplung an Fluoreszenzfarbstoffe wird die Detektion der Sonden durch ein angepasstes Mehrkanalfluoreszenzendoskop ermöglicht.
Das langfristige Ziel von OPTOPROBE ist die Verfügbarkeit von peptidbasierten Sonden mit einem darauf abgestimmten Endoskop für die Detektion von kleinsten (unter 1mm Durchmesser) Darmtumoren, Kehlkopf- und Lungentumoren sowie OP-begleitende Schnelldiagnostik. Die weiteren Planungen sehen die Kombination des Systems mit einer thermischen Therapie (laserinduzierte Zerstörung des Tumors) vor, die dem Patienten dadurch eine Operation mit größerem Risiko ersparen wird.
Partner des Verbundprojekts OPTOPROBE:
ATTO-TEC GmbH, Siegen
GeSiM Gesellschaft für Silizium Mikrosysteme mbH, Dresden
LMTB Laser- und Medizin-Technologie GmbH Berlin
R-BIO R-Biopharm AG, Darmstadt
KST Karl Strorz GmbH & Co. Kg, Tuttlingen
FZB Forschungszentrum Borstel
Ansprechpartner / Projektkoordinator:
Dr. Andreas Frey
Forschungszentrum Borstel
Tel.: 04537 / 188562
E-Mail: afrey@fz-borstel.de
Daniela Metz | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.optischetechnologien.de
www.vditz.de
Weitere Berichte zu: Aminosäureaustausch > Aminosäureketten > Biophotonik > BMBF > Darmtumore > emotionale Bindung > Evolutionssprünge > Fluoreszenzfarbstoffe > Kehlkopf- und Lungentumore > Konsortium > laserinduzierte Zerstörung des Tumors > Mehrkanalfluoreszenzendoskop > OP-begleitende Schnelldiagnostik > OPTOPROBE > Peptid > Peptidmoleküle > Punktmutation > thermische Therapie > Tumordiagnostik > ultraschnelle Sonde > Ursprungspeptide
Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
Jetzt ...
Anzeige
Anzeige

23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik
Nano-Müll lässt sich nicht verbrennen
23.05.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Nea Kameni volcano movement captured by Envisat
23.05.2012 | Geowissenschaften
Jeder Mensch ist anders - Nutzen der individualisierten Medizin
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Exklusive Kontakte beim Investforum
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten