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Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße sind nach wie vor die Haupttodesursache in Europa. Obwohl die bekannten Risikofaktoren wie erhöhter Cholesterinspiegel und Bluthochdruck durch entsprechende Therapien reduziert werden können, sterben die Hälfte aller Patienten an Erkrankungen der Herzkranzgefäße.
Um bessere Therapiekonzepte zur Regeneration von Blutgefäßen entwickeln zu können, ist es notwendig, die zellulären und molekularen Mechanismen der Signalübertragung im Blutkreislauf zu erforschen. Dies ist das Ziel eines neuen Sonderforschungsbereichs, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft jetzt an der Goethe-Universität bewilligte. Ebenfalls beteiligt ist das Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim.
"Das erhöhte Auftreten von Diabetes und Adipositas sowie der wachsende Anteil an immer älter werdenden Menschen in Europa könnte dafür verantwortlich sein, dass kardiovaskuläre Erkrankungen sich häufen", erklärt Prof. Ingrid Fleming vom Zentrum für Molekulare Medizin der Goethe-Universität und Sprecherin des neuen Sonderforschungsbereichs. Zudem steigt aufgrund der effizienteren medizinischen Versorgung der Anteil an Patienten, die nach erfolgreich behandelten Durchblutungsstörungen an chronischen kardiovaskulären Erkrankungen leiden, insbesondere an Herzinsuffizienz.
Eine der ersten messbaren Veränderungen bei kardiovaskulären Erkrankungen, die nachgewiesenermaßen mit einer schlechten Prognose und erhöhtem Risiko für die Entstehung von koronarer Herzerkrankung einhergeht, ist eine gestörte Funktion der inneren Gefäßwand, dem Endothel. Inzwischen sind die Mechanismen, die dazu beitragen, eingehend untersucht. Weniger bekannt ist, welche molekularen Signale eine schützende Wirkung auf das Endothel haben. Zudem ist unklar, wie zelluläre Reparaturvorgänge zur Verbesserung der Endothelfunktion und Gefäßneubildung beitragen können. Dies soll nun in unterschiedlichen Teilprojekten untersucht werden.
Ergänzt werden diese Projekte durch die Untersuchung der Interaktion von Endothel mit blutbildenden Stammzellen und der Bedeutung dieser Endothel-Stammzell-Kommunikation für die Regulation und Aufrechterhaltung des Stammzellpools im Knochenmark.
Informationen: Prof. Ingrid Fleming, Zentrum für Molekulare Medizin, Campus Niederrad, Tel. (069) 6301-6052, fleming@vrc.uni-frankfurt.de.
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 50 seit 2000 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigte sie sich als eine der forschungsstärksten Hochschulen.
Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
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Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation
Telefon (069) 798 - 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30,
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Dr. Anne Hardy | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-frankfurt.de
Weitere Berichte zu: Adipositas > Blutgefäß > Bluthochdruck > Cholesterinspiegel > Diabetes > Endothel > Endothelfunktion > Gefäßerkrankung > Gefäßneubildung > kardiovaskuläre Erkrankung > Molekulare Medizin > Molekularer Schalter > Stammzell-Kommunikation > Stammzellpools
Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
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23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik
Nano-Müll lässt sich nicht verbrennen
23.05.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Nea Kameni volcano movement captured by Envisat
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23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Exklusive Kontakte beim Investforum
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten