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Mechanismus der Partnerfindung bei Wespen entschlüsselt

19.06.2009
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin ist es gelungen, einen Zusammenhang zwischen dem Duft parasitischer Wespen und deren Fruchtbarkeit zu zeigen.

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Sie fanden heraus, dass der männliche Sexuallockstoff der Erzwespe Nasonia vitripennis den Weibchen nicht nur die Anwesenheit eines möglichen Sexualpartners anzeigt, sondern auch deren Fruchtbarkeit erkennen lässt. Die Ergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht.


Bei vielen Tieren paaren sich die Weibchen nur ein einziges Mal im Leben. Für diese Weibchen ist es bei der Partnerwahl besonders wichtig, dass das gewählte Männchen zeugungsfähige Spermien in ausreichender Zahl überträgt.

Um dies sicherzustellen, nutzen die Weibchen von Nasonia vitripennis einen männlichen Sexuallockstoff. Die Wissenschaftler zeigten bei ihren Untersuchungen, dass Männchen, die aufgrund vorheriger Paarungsaktivität oder mangelnder sexueller Reife nur wenige Spermien übertragen können, deutlich geringere Mengen des Sexuallockstoffes besitzen als ihre Artgenossen.

Weibchen verringern die Gefahr, bei der Paarung an ein solches Männchen zu geraten, indem sie sich stets der stärkeren Duftquelle zuwenden; diese ist mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Männchen mit ausreichender Spermienzahl zuzuordnen. Nach der Paarung sind jedoch selbst stärkste Dosen des Sexuallockstoffes für Weibchen völlig uninteressant und sie nutzen andere Duftstoffe, um geeignete Eiablageplätze zu finden.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Priv. Doz. Dr. Joachim Ruther, Institut für Biologie der Freien Universität Berlin, Arbeitsgruppe Angewandte Zoologie/ Ökologie der Tiere, Telefon: 030 / 838-55910, E-Mail: ruther@zedat.fu-berlin.de

Literatur:
Ruther J., Matschke M., Garbe L.-A. & Steiner S. (2009) Quantity matters: male sex pheromone signals mate quality in the parasitic wasp Nasonia vitripennis. Proceedings of the Royal Society B 276 (doi: 10.1098/rspb.2009.0738).

Carsten Wette | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fu-berlin.de

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