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Die Nachwuchsforscher wollen auf Experimenten basierende mathematische Modelle entwickeln, die die Dynamik der in die Zellalterung involvierten zellulären Mechanismen beschreiben. Die mathematische Modellierung soll u.a. Vorhersagen für zelluläre Prozesse generieren, die eine bessere experimentelle Versuchsplanung und molekulare Manipulation der Zellalterung ermöglichen.
Diese interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe „Systembiologie DNA-schadensinduzierter vorzeitiger zellulärer Seneszenz“ unter der Leitung von Dr. Jörg Schaber ist im Rahmen der Förderinitiative „Systembiologie für die Gesundheit im Alter - GerontoSys2" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) positiv begutachtet worden und wird mit 1,26 Mio. Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert. Die Fördermaßnahme „GerontoSys2“ ist Teil des Innovationsfeldes "Gesundheitsforschung" der Hightech-Strategie der Bundesregierung, in dem aktuelle biodemografische Entwicklungen aufgegriffen und Forschungsaktivitäten für Anwendungen in der Medizin, in der Grundlagenforschung, im Bereich Prävention, Regeneration und Translation angestoßen werden. Die neue Fördermaßnahme leistet darüber hinaus wichtige Beiträge zur "Pharmainitiative für Deutschland" und flankiert das Ziel, die innovative Forschung für ein gesundes Leben zu unterstützen.
Der demographische Wandel in der heutigen Gesellschaft, ein stetiger Anstieg der Lebenserwartung und veränderte Lebensbedingungen führen auch zu neuen Herausforderungen an die Grundlagenforschung. Das Auftreten verschiedener Erkrankungen, wie Demenz-, Stoffwechsel- oder Krebserkrankungen, ist eng mit dem Alter gekoppelt, auch die Wahrscheinlichkeit für Mehrfacherkrankungen oder chronische Leiden nehmen zu. Wichtige Ziele der Forschung auf dem Gebiet der Systembiologie bestehen deshalb darin, die dem Altern zugrundeliegenden biologischen Prozesse zu verstehen und ihre Bedeutung für die Entstehung von altersbedingten Erkrankungen aufzuklären. Mit dem Verständnis dieser biologischen Prozesse werden Grundlagen und Voraussetzungen geschaffen, um altersbedingten Erkrankungen besser vorzubeugen und entgegenzuwirken und so den Menschen ein hohes Maß an Gesundheit und damit an Selbstbestimmung bis ins hohe Alter erhalten zu können, heißt es in dem BMBF-Förderprogramm.
„Neben dem seit 2009 im Institut für Experimentelle Innere Medizin im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme ´Neue Methoden in der Systembiologie nutzen und gestalten – SysTec` bestehenden Forschungsverbund ´Modellgestützte Methoden zur optimalen Gestaltung von Stimulus-Experimenten und dynamischen Analysen von Signaltransduktionsprozessen` (MODEXA) wird nun auch unsere Nachwuchsforschergruppe gefördert“, informiert Institutsdirektor Prof. Dr. Michael Naumann. Die Nachwuchsgruppe von Dr. Schaber arbeitet eng mit anderen Arbeitsgruppen an der Otto-von-Guericke-Universität, der Humboldt-Universität Berlin und dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg zusammen.
Magdeburger Wissenschaftler im Forschungsfeld Systembiologie/Biosystemtechnik können bei der Einwerbung von BMBF-Fördermitteln in den vergangenen Jahren auf eine erfolgreiche Bilanz verweisen. Hervorzuheben ist hierbei das „Magdeburg Center of Systems Biology (MaCS), das 2007 im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme "Forschungseinheiten der Systembiologie - FORSYS" als eines der vier deutschen Zentren der Systembiologie etabliert wurde. Die Einrichtung der Nachwuchsforschergruppe am Institut für Experimentelle Innere Medizin ist nun ein weiterer Meilenstein für den Magdeburger Forschungsschwerpunkt „Dynamische Systeme: Biosystemtechnik“.
Die große Anzahl an Wissenschaftlern, die in unterschiedlichen Fakultäten sowie dem Max-Planck-Institut für komplexe technische Systeme im Forschungsschwerpunkt „Dynamische Systeme: Biosystemtechnik“ tätig sind, soll einschließlich der Arbeitsgruppe von Dr. Schaber unter einem Dach zusammengeführt werden. Der Forschungsneubau soll am Pfälzer Platz auf dem Uni-Campus voraussichtlich 2013 realisiert sein und wird insbesondere die nationale und internationale Sichtbarkeit des Magdeburger Forschungsschwerpunktes erhöhen, so der an der Planung beteiligte Prof. Naumann.
Ansprechpartner:
Dr. Jörg Schaber, Prof. Dr. Michael Naumann,
Institut für Experimentelle Innere Medizin
Otto-von Guericke-Universität Magdeburg
Tel. 0391 67 14453
Email: schaber@med.ovgu.de, naumann@med.ovgu.de
Kornelia Suske | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.med.uni-magdeburg.de/
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23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
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Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
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23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik
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