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Für den HNO-Arzt in der Praxis ist die Diagnose dieser seltenen Erkrankung oft schwierig. Wie sich die Wegener-Granulomatose erkennen und erfolgreich behandeln lässt, diskutieren Experten auf der 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) vom 1. bis 5. Juni 2011 in Freiburg.
Die Symptome der Wegener-Granulomatose sind nicht unbedingt außergewöhnlich: Entzündungen der Nase und der Nasennebenhöhlen, Krustenbildungen und Blutungen der Nasenschleimhaut, ein Erguss im Mittelohr – solche Krankheitszeichen sieht ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt jeden Tag. „Für den behandelnden Arzt ist es eine Herausforderung, die häufig unspezifischen Symptome dieser seltenen Erkrankung richtig zuzuordnen“, sagt Professor Petra Ambrosch, Direktorin der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie an der Universität Kiel im Vorfeld der HNO-Tagung.
Die richtige Diagnose ist für den Patienten lebenswichtig. Denn bei dieser Gefäßerkrankung sind die harmlos wirkenden Krankheitssymptome erste Anzeichen einer chronischen Entzündung der kleinen und mittelgroßen Gefäße, die auch lebenswichtige Organe betrifft. In der Folge bilden sich Gewebeknoten, so genannte Granulome, beispielsweise in der Lunge. Auch die winzigen Gefäßknäuel der Niere, die so genannten Nierenkörperchen, werden in Mitleidenschaft gezogen. Bis in die 1980er Jahre hinein verlief die Krankheit meist tödlich.
Welche Therapieverfahren die Lebenserwartung und -qualität verbessern und welche Risikofaktoren für die Entstehung der Krankheit eine wesentliche Rolle spielen, erläutern HNO-Experten auf der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC vom 1. bis 5. Juni 2011 in Freiburg.
Terminhinweise:
82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO KHC)
Termin: 1. bis 5. Juni 2011
Ort: Konzerthaus Freiburg / Cinemaxx Freiburg
Kongress-Pressekonferenz
Termin: Dienstag, 31. Mai 2011, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Novotel am Konzerthaus, Raum Colmar, Konrad Adenauer Platz 2, 79098 Freiburg
Freier Vortrag:
Molekulare Signatur der gestörten Barrierefunktion der nasalen Mukosa bei Wegenerscher Granulomatose
M. Laudien, R. Häsler, J. Wohlers, J. Böck et al., Kiel/Lübeck
Termin: Freitag, den 3. Juni 2011, 17.30 bis 18.50 Uhr
Ort: Konferenzraum 9 / Konzerthaus Freiburg
Patiententag
Thema: Was tun bei Nasenatmungs- und Nasennebenhöhlenproblemen?
Termin: 4. Juni 2011, 15.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, HNO-Hörsaal, Kilianstraße 5, 79106 Freiburg
Themen und Referenten der Pressekonferenz:
Die 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC in Freiburg – Highlights und Schwerpunkte
Professor Dr. med. Dr. h.c. Roland Laszig, Präsident der DGHNO KHC, Direktor der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg
Cochlear Implantate gegen Tinnitus und einseitige Taubheit: Wie verbessert ein neues Behandlungsmodell die Hörqualität von Betroffenen?
PD Dr. med. Susan Arndt, Oberärztin an der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg
Behandlungsmethoden bei Glomustumoren im Mittelohr: Wann hilft eine Radiotherapie und wann sollte operiert werden?
Prof. Dr. med. Carsten C. Bödeker, Oberarzt an der Universitätsklinik für HNO, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg
Operationen an Ohr, Nase und Gesichtshaut: Wie sieht die Zukunft der HNO-Fachärzte in der ästhetischen Chirurgie aus?
Prof. Dr. med. Alexander Berghaus, Direktor der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Klinikum Großhadern, München
Die zunehmende Bedeutung von Stammzellen in der Biologie und Therapie von Kopf- und Hals-Karzinomen
Prof. Dr. med. Barbara Wollenberg, Direktorin der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Medizinischen Universität zu Lübeck, Lübeck
Ihr Kontakt für Rückfragen:
Pressestelle der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC:
Anna Julia Voormann / Christina Seddig
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-442
E-Mail: seddig@medizinkommunikation.org
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hno.org
Weitere Berichte zu: Entzündung > Gefäßentzündung > Gefäßerkrankung > Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde > HNO > Konzerthaus > Kopf- und Halschirurgie > Lebensbedrohliche > Lunge > Mittelohr > Nasen- und Ohrenheilkunde > Nasennebenhöhlen > Niere > Ohr > Ohrenheilkunde > Wegener-Granulomatose
Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
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