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Im Rahmen einer 10-tägigen Expedition will ein deutsch-japanisches Forscherteam Bohrkerne untersuchen, die aus dem Meeresboden in 800 m Wassertiefe in der Bucht von Suruga geborgen werden.
Ziel ist es, die mikrobielle Vielfalt in den Sedimentschichten zu untersuchen und neuartige Mikroorganismen zu isolieren, die auf Grund der extremen Lebensbedingungen besonders stabile Biokatalysatoren produzieren. Das 10-köpfige japanische Team wird von Professor Koki Horikoshi geleitet, der seit 15 Jahren eng mit Professor Antranikian, Hamburg, kooperiert.
Für die Bergung der Bohrkerne wird das weltweit modernste Forschungsschiff "Chikyu" (jap. "Erde") eingesetzt, das von der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC) betrieben wird. Die Bohrkerne werden noch an Bord chemisch und mikrobiologisch untersucht. Ziel ist es, die mikrobielle Vielfalt in den Sedimentschichten zu untersuchen und neuartige Mikroorganismen zu isolieren, die auf Grund der extremen Lebensbedingungen besonders stabile Biokatalysatoren produzieren. Die deutsche Seite wird dabei den Schwerpunkt auf solche Mikroorganismen legen, die unter Sauerstoffabschluss leben können. Die japanischen Kollegen untersuchen Bakterien und Pilze, die nur in Gegenwart von Sauerstoff kultiviert werden können. Zusätzlich werden die Bohrkerne mit Hilfe moderner molekularbiologischer Techniken analysiert, um Gene für biotechnologisch relevante Biokatalysatoren direkt aus der DNA in den Sedimenten isolieren zu können. Des Weiteren soll die mikrobielle und enzymatische Diversität durch Genomanalysen untersucht werden.
Geplant ist ein fünftägiger Aufenthalt (21.-25.3.09) auf der "Chikyu" mit insgesamt drei Bohrversuchen. Anschließend werden die Proben im JAMSTEC-Hauptquartier in Yokosuka weiter bearbeitet. Das deutsche Team besteht aus vier Wissenschaftlern des Instituts für Technische Mikrobiologie an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) unter der Leitung von Professor Garabed Antranikian. Das 10-köpfige japanische Team wird von Professor Koki Horikoshi geleitet, der seit 15 Jahren eng mit Professor Antranikian kooperiert. Die technische Crew der "Chikyu" umfasst 100 Mitarbeiter.
Die Hamburger Forscher gehören einem Verbund von Wissenschaftlern und Unternehmen an, die gezielt biotechnologische Anwendungen vorantreiben wollen: dem Cluster BIOKATALYSE2021. Dieses Netzwerk war im Jahr 2007 als eines von fünf Siegern aus dem Wettbewerb "Bioindustrie 2021" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervorgegangen. Insgesamt 20 Millionen Euro Fördergelder stehen dem Verbund für fünf Jahre zur Verfügung. Für das Clustermanagement verantwortlich sind Professor Garabed Antranikian von der TUHH und Dr. Helmut Thamer von TuTech Innovation GmbH.
Wer wissen will, wie es den Hamburger Forschern bei der Expedition
ergeht, der kann das Online-Tagebuch von Professor Garabed Antranikian
auf der Webseite des Clusters BIOKATALYSE2021
http://www.biokatalyse2021.de und im Hamburger Abendblatt unter
http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/23/1095888.html verfolgen.
Kontakt:
Tina Schmidt-Nausch
TuTech Innovation GmbH
Public Relations
Harburger Schlossstrasse 6-12
21079 Hamburg, Germany
Tel.: +49 40 76629-6121, Fax: +49 40 76629-6129
Mobile: +49 1703323080
mailto:schmidt-nausch@tutech.de
Web: http://www.tutech.de
BioCon Valley GmbH
Dr. Heinrich Cuypers
Walther-Rathenau-Straße 49a
17489 Greifswald
T: +49 (0) 3834-515 108
F: +49 (0) 3834-515 102
E hc@bcv.org
Dr. Heinrich Cuypers | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.bcv.org
www.biokatalyse2021.de
Weitere Berichte zu: Biokatalysator > Biotechnologie > Bohrkern > Chikyu > Cluster > Genomanalysen > Lebensbedingung > Mikroorganismus > molekularbiologische Techniken > neuartige Mikroorganismen > Sauerstoffabschluss > Sedimentschichten > stabile Biokatalysatoren
Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
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Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
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14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“
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