Anzeige
Der Geruch könnte wesentlichen Ausschlag dafür geben, wen Frauen als Partner wählen. Das behaupten Zoologen der Universitäten Havard und Cambridge in einem Artikel der Fachzeitschrift Quaterly Review of Biology.
Aus Studien an verschiedenen Säugetieren folgern sie, dass auch die Weibchen in der Partnerwahl ein Wort mitreden, sobald der Rivalitätskampf der Männern außer Acht gelassen wird. Zwar stecke die Erforschung geruchsspezifischer Aspekte der Paarung noch in den Kinderschuhen.
"Es ist jedoch möglich, dass die Männchen mancher Säugetierarten Signale produzieren, die der Ausprägung und Komplexität eines Pfauenschwanzes oder des Schilfrohrsänger-Gesangs gleichkommen", so die Studienautoren Tim Clutton-Brock und Katherine McAuliffe.
Dass Säugetier-Weibchen ihre Partner auch selbst wählen und dabei den Geruch einsetzen, sehen die Autoren bei gefangenen Tieren bewiesen, bei denen man den Wettbewerb der Männchen ausschließt. Mehrmals sei beobachtet worden, dass die Weibchen die von den Männchen hinterlassenen Duftmarken einer genauen Prüfung unterziehen und in der Paarung die Männchen bevorzugen, die häufiger eine Duftnote hinterlassen. Denn diese verrate einiges über die potenziellen Partner, so die Autoren, insbesonders über die genetische Verschiedenheit des Männchens.
"Eltern mit anderen Genen in bestimmten Abschnitten des Erbguts haben eher die Wahrscheinlichkeit für gesunden Nachwuchs. Deshalb bewerben Männchen ihren Genotyp durch Riechstoffe, die die Weibchen aufnehmen und sich vorrangig mit genetisch andersartigen Männchen paaren", erklären die Zoologen. Diese Fähigkeit, ein genetisch gutes Gegenstück per Geruch zu erkennen, sei bisher sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen entdeckt worden.
Andere Studien von verschiedenen Nagetieren ergaben, dass Weibchen am Geruch von Männchen erkennen, ob sie mit Parasiten befallen sind. Das hilft ihnen, einer Paarung rechtzeitig aus dem Weg zu gehen. Da die Widerstandsfähigkeit gegenüber Parasiten oft genetisch verankert ist, könne ein parasitenfreier Partner auch dem Nachwuchs zugute kommen, so die Forscher. Als einen Grund für diesen Mechanismus sehen die Studienautoren den Umstand, dass viele Säugetierarten auch in der Nacht sexuell aktiv sind.
Im Unterschied zu vielen Vogelarten, deren Weibchen nach optischen oder akustischen Kriterien auswählen, seien bei Säugetieren bei der Partnerwahl visuelle Reize weniger entscheidend als der Geruch. Da dieser für die Menschen nicht unmittelbar sichtbar ist, sei er bisher kaum als wichtiger Faktor berücksichtigt worden, erklären die Zoologen.
Johannes Pernsteiner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.harvard.edu
www.cam.ac.uk
Weitere Berichte zu: Duftmarken > Duftstoffe > Geruch > geruchsspezifische Aspekte der Paarung > Nagetiere > Paarung > Parasit > Parasiten > Partnerwahl > Pfauenschwanz > Riechstoffe > Rivalitätskampf > Schilfrohrsänger > singende Männchen > Säugetier-Weibchen > Säugetierarten > Säugetiere > Weibchen > Zoologe
Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
Jetzt ...
Anzeige
Anzeige

23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik
Nano-Müll lässt sich nicht verbrennen
23.05.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Nea Kameni volcano movement captured by Envisat
23.05.2012 | Geowissenschaften
Jeder Mensch ist anders - Nutzen der individualisierten Medizin
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Exklusive Kontakte beim Investforum
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten