Anzeige
Das haben Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin zusammen mit Forschern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und des Austin Hospitals in Melbourne, Australien gezeigt. (Journal of the American Society of Nephrology, JASN,doi 10.1681/ASN.2008080915)*.
Die Forscher hatten insgesamt 260 Patienten, die sich einer Herzoperation unterzogen hatten, genetisch untersucht. Das Gen, auf das sie ihr Augenmerk gerichtet hatten, ist das COMT-Gen. Varianten dieses Gens stehen schon lange im Verdacht, dass es für Schock und Nierenversagen anfällig macht.
Wie die Forscher um Prof. Duska Dragun (Charité), Prof. Friedrich Luft (Experimental and Clinical Resarch Center, MDC; Helios Klinikum) und Dr. Wolf-Hagen Schunck (MDC) jetzt zeigen konnten, haben Patienten mit einer bestimmten Variante des COMT-Gens, LL-Variante genannt, ein höheres Risiko nach einer Herzoperation einen Kreislaufschock und Nierenversagen zu erleiden.
Auch sprechen diese Patienten weniger gut auf die Behandlung des Schocks mit der Substanz Norepinephrin (Noradrelin) an, die die Durchblutung verbessern soll. Offenbar verringert die Genvariante LL die Aktivität des Genprodukts COMT (Catechol-O-Methyltransferase), das nötig ist, damit Norepinephrin verstoffwechselt werden kann. Bei zuviel Norepinephrin verliert die Substanz an Wirksamkeit. Möglicherweise, so die Forscher, sollten gefährdete Patienten deshalb statt mit Norepinephrin mit der Substanz Vasopressin behandelt werden und keine Medikamente erhalten, die die Nieren schädigen könnten.
Klinische Studien mit einer größeren Zahl von Patienten werden zeigen, ob in Zukunft ein Gentest Aufschluß darüber geben kann, ob ein Patient, der sich einer Herzoperation unterziehen muss, ein erhöhtes Risiko für nachfolgende Komplikationen wie Schock und Nierenversagen hat.
Decreased Catecholamine Degradation Associates with Shock and Kidney Injury after Cardiac Surgery
Anja Haase-Fielitz,*? Michael Haase,*? Rinaldo Bellomo,* Gavin Lambert,? George Matalanis,§ David Story,§ Laurie Doolan,§ Brian Buxton,§ Geoff Gutteridge,* Friedrich C. Luft,II Wolf-Hagen Schunck,¶ and Duska Dragun?**
*Department of Intensive Care, Austin Health, Melbourne, Australia; ?Department of Nephrology and Intensive Care Medicine, Campus Virchow Clinic, Medical Faculty of the Charité, Berlin, Germany; ?Baker Heart Research Institute, Melbourne, Australia; §Departments of Anaesthesiology and Cardiac Surgery, Austin Health, Melbourne, Australia; _Experimental and Clinical Research Center, Max Delbrück Center for Molecular Medicine and HELIOS Klinikum, Berlin, Germany; ¶Max Delbrück Center for Molecular Medicine, Berlin, Germany; **Center for Cardiovascular Research, Charité, Berlin, Germany
Barbara Bachtler
Pressestelle
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
Robert-Rössle-Straße 10
13125 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 94 06 - 38 96
Fax: +49 (0) 30 94 06 - 38 33
e-mail: presse@mdc-berlin.de
Barbara Bachtler | Quelle: Max-Delbrück-Centrum
Weitere Informationen: www.mdc-berlin.de/
jasn.asnjournals.org/
Weitere Berichte zu: Catechol-O-Methyltransferase > COMT-Gen > Gen FTO > Gentest > Herzoperation > Kreislaufschock > lebensbedrohliche Komplikationen > LL-Variante > MDC > Medicine > Molecular Target > Molekulare Medizin > Nephrology > Nierenversagen > Noradrelin > Norepinephrin
Newly discovered breast milk antibodies help neutralize HIV
23.05.2012 | Duke University Medical Center
Scientists unravel role of fusion gene in prostate cancer
23.05.2012 | New York- Presbyterian Hospital/Weill Cornell Medical Center/Weill Cornell Medical College
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) an der Philipps-Universität geht der einzigartigen Fähigkeit von Mikroorganismen auf den Grund, sich ständig an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 987 mit dem Titel "Mikrobielle Diversität in der umweltabhängigen Signalantwort" in den kommenden vier Jahren mit voraussichtlich mehr als sieben Millionen Euro.
„Die erfolgreiche Beantragung des neuen Sonderforschungsbereichs belegt einmal mehr die exzellenten wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Mikrobiologie am Standort Marburg“, erklärt Professor Dr. Frank Bremmer, der Marburger Uni-Vizepräsident für Forschung. „Die Einrichtung des SFB wird Marburgs Stellung als zentraler Ort der mikrobiologischen Forschung festigen und deren internationale Sichtbarkeit weiter erhöhen.“ ...
Erosion in tropischen Küstenregionen führt zum schnellen Tod der Korallen
Die Farbigkeit, Vielfalt und Exotik der tropischen Korallenriffe fasziniert viele Menschen weltweit. Und doch sind es die Folgen unserer Zivilisation, die dieses fragile Ökosystem bedrohen durch Klimaerwärmung, Sauerstoffmangel und Ozeanversauerung. Fortschreitende Industrialisierung, Waldrodungen und intensive Landwirtschaft in küstennahen Gebieten führen zu Erosion und verändern die Lebensbedingungen im Meer dramatisch.
Jetzt ...
Anzeige
Anzeige

23.05.2012 | Energie und Elektrotechnik
Nano-Müll lässt sich nicht verbrennen
23.05.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Nea Kameni volcano movement captured by Envisat
23.05.2012 | Geowissenschaften
Jeder Mensch ist anders - Nutzen der individualisierten Medizin
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
14th Leibniz Conference of advanced science „Sensorsysteme 2012“
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Exklusive Kontakte beim Investforum
23.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten