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Die Albert-Ludwigs-Universität eröffnet am 17. Juni 2009 mit einem hochkarätigen wissenschaftlichen Symposium das neue Zentrum für Biosystemanalyse (ZBSA) in unmittelbarer Nachbarschaft der Biologischen Institute der Universität.
In einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag stellte der Rektor der Universität, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, zusammen mit dem Geschäftsführenden Direktor, Prof. Dr. Ralf Baumeister, dem Gründungsdirektor Prof. Dr. Wolfgang Driever und dem stellvertretenden Direktor, Prof. Dr. Jens Timmer, das ZBSA vor.
Das Institut ist eine pulsierende Forschungseinrichtung mit circa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, deren Arbeitsplätze mit modernster Labor-, Kommunikations- und Computertechnik ausgestattet sind.
Die Systembiologie vereint verschiedene Fachdisziplinen zu einer neuen Form der Wissenschaft. Mit hoch technisierten Methoden will sie bisher verborgene Einblicke in die Funktionsweisen der Natur schaffen und vor allem grundlegende biomedizinische und biotechnologische Fragen beantworten. Dass sich Freiburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf diesem aufstrebenden Feld international früh profilierten, war ein entscheidender Grund dafür, dass die Landesregierung und der Bund den Bau und die Gründung des ZBSA mit mehr als 20 Millionen Euro unterstützten.
Der interdisziplinäre Charakter der Systembiologie spiegelt sich darin wider, dass am Zentrum für Biosystemanalyse sowohl alle lebenswissenschaftlichen Fakultäten der Universität mit den Fakultäten für Biologie, für Medizin, für Forst- und Umweltwissenschaften und für Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften, als auch die Fakultäten Mathematik und Physik und die Technische Fakultät beteiligt sind. Damit stellt das ZBSA ein gelungenes Beispiel der Neuen Universitas dar, in der sich wechselseitig befruchtende Fakultäten zu einem gemeinsamen Ziel beitragen, das keine der Disziplinen alleine erreichen kann.
Die integrative Ausrichtung des ZBSA ebenso wie die neuartigen Forschungsmöglichkeiten haben wesentlich zur Etablierung von Freiburg als Exzellenzuniversität beigetragen. Die Interaktion zwischen den so genannten "nassen" Lebenswissenschaften wie Biologie, Medizin und den "trockenen" theoretischen Wissenschaften wie Mathematik, Physik, Ingenieurwissenschaften und Informatik wird auch zu neuen Entwicklungen auf der theoretischen Seite führen. Die Mathematik wird helfen, die Experimente der Lebenswissenschaften optimal durchzuführen, ihre Ergebnisse zu interpretieren und in einen Gesamtzusammenhang zu stellen.
Basierend auf den in Freiburg vertretenen exzellenten Einzeldisziplinen in den verschieden Bereichen, die zur Systembiologie beitragen, werden die wissenschaftlichen Arbeiten nicht nur zu einem tieferen Verständnis der Biologie beitragen, sondern auch in Technologien einfließen, die einerseits die Medizin als "angewandte Biologie" betreffen, andererseits auf biotechnologische Anwendungen Einfluss haben zum Beispiel im Bereich der Energieerzeugung und der Sicherung der Nahrungsgrundlage. Eine verbesserte Diagnostik auf Grund des Verständnisses von Krankheiten verursachenden Prozessen und eine Patienten-spezifische rationale Therapie von Krankheiten stellen zwei große Hoffnungen der Systembiologie dar.
Kontakt:
Prof. Ralf Baumeister
Geschäftsführender Direktor des ZBSA
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-8350
E-Mail: zbsa@biologie.uni-freiburg.de
Rudolf-Werner Dreier | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.zbsa.de
www.uni-freiburg.de
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