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Es gewinnt in der Lebensmittelproduktion seit einigen Jahren an Bedeutung, da geschäumte Produkte als cremiger und leichter empfunden werden – und daher bei Verbrauchern zunehmend beliebter werden. Doch derzeit erfolgt das Schäumen von Lebensmitteln vorrangig nach dem Trial-and-Error-Prinzip.
Systematische und interdisziplinäre Untersuchungen zur Aufklärung der Mechanismen bei der Schäumung, zum Einfluss von prozesstechnologischen Parametern und zum Verständnis der Schaummatrix und ihrer Stabilität liegen bislang nicht vor.
Ziel eines vierten DFG/AiF-Clustervorhabens, das über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) koordiniert wird und am 1. Mai gestartet ist, ist es, zunächst die physiko-chemischen Grundlagen der Entstehung, Stabilisierung und Destabilisierung von Proteinschäumen in der Lebensmittelproduktion zu schaffen. Darauf basierend sollen Simulationswerkzeuge entwickelt werden, die das Verhalten von Schäumen prognostizieren können und die so ein experimentell validiertes Design von Lebensmittelprozessen und -produkten mit Schaumstrukturen ermöglichen. Davon können vor allem die Milch- und die Süßwarenindustrie und deren Zulieferer sowie Firmen des Maschinen- und Anlagenbaus profitieren.
„Proteinschäume in der Lebensmittelproduktion: Mechanismenaufklärung, Modellierung und Simulation“ ist der Titel des Clusterprojektes, das Synergien in der Forschungsförderung nutzt und sechs Teilprojekte umfasst. Drei dieser Teilprojekte fokussieren auf Fragestellungen aus der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), werden vom Bundeswirtschaftsministerium via AiF gefördert und berücksichtigen insbesondere die Interessen des Mittelstands. Die drei weiteren Teilprojekte haben einen grundlagenorientierten Forschungsansatz und werden über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
Unter dem Dach des FEI beteiligen sich an dem interdisziplinären Cluster
25 Unternehmen, drei Wirtschaftsverbände und zehn Forschergruppen aus den Bereichen Verfahrenstechnik, Lebensmittelchemie, Informatik, Physik, Lebensmittel-, Bio- und Chemietechnologie. Die fachliche Koordination hält Prof. Antonio Delgado von der Universität Erlangen-Nürnberg inne.
Als Leiter des Projektbegleitenden Ausschusses vertritt Dr. Matthias Eisner von der FrieslandCampina GmbH in Heilbronn die Interessen der Wirtschaft: „Das Interesse der teilnehmenden Unternehmen ist groß, sich mit Fragestellungen aus der Praxis an den Forschungsarbeiten beteiligen zu können. Wir erwarten im Projektausschuss schon jetzt mit Spannung erste Ergebnisse des Clusters, um diese zeitnah in die industrielle Praxis überführen zu können“, erläutert Eisner die Motivation der großen Industriebeteiligung.
Das Kick-off-Meeting zu dem Cluster findet am 7. Juni 2011 in Bonn statt. Weitere interessierte Unternehmen haben bis dahin noch die Möglichkeit, in den Projektausschuss einzusteigen. Entsprechende Anfragen können an den FEI gerichtet werden.
Daniela Kinkel | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fei-bonn.de
www.fei-bonn.de/projekte/projektdatenbank.html/fv_cluster_5/
Weitere Berichte zu: DFG/AiF-Cluster > FEI > Lebensmittelproduktion > Lebensmittelwirtschaft > Proteinschäume > Schäume
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