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In den kommenden drei Jahren werden Wissenschaftler um die Umweltchemie-Professorin Dr. Gabriele Schaumann vom Institut für Umweltwissenschaften der Universität Koblenz-Landau die Wege von Nanopartikeln vom Wasser durch den Boden, ihre Wechselwirkungen mit dem Boden und ihre Wirkung auf Organismen untersuchen.
Nano ist derzeit in aller Munde, die Verheißungen der Werbung sind groß. So soll Nano Kleidung Schmutz abweisend, Sonnencremes noch wirksamer gegen Sonne und Autolacke robuster machen. Doch wie sich die Nanopartikel verhalten, wenn sie über Abwasser oder Badeseen in die Umwelt gelangen, darüber ist noch relativ wenig bekannt. Die Frage nach Reaktionen dieser Kleinstpartikel und ihren Wechselwirkungen mit der Umwelt steht daher im Zentrum des Forschungsvorhabens der INTERNANO-Gruppe.
Exemplarisch anhand synthetischer Nanopartikel aus Titandioxid und Silber in verschiedenen Produkt-typischen Ausführungen wollen die Wissenschaftler in den kommenden drei Jahren die Prozesse identifizieren, die für den Verbleib dieser Stoffe an der Schnittstelle von aquatischen und terrestrischen Ökosystemen, sprich in Uferregionen und Überschwemmungsgebieten, relevant sind. Mit dem Ziel, Handlungsoptionen für Wirtschaft und Stakeholder zu entwickeln, soll das erzielte System- und Partikelverständnis Aufschluss über die ökologische Bedeutung synthetischer Nanopartikel geben und die von ihnen ausgehenden Risiken bewerten.
INTERNANO ist die erste DFG-Forschergruppe an der Universität Koblenz-Landau. „Die Förderung dieser neuen Forschungsgruppe durch die DFG bescheinigt die steigende Forschungsqualität und die innovativen Forschungsansätze an unserer noch jungen Universität“, unterstreicht Prof. Dr. Roman Heiligenthal, Präsident der Universität Koblenz-Landau. Er sieht darin eine Bestätigung der Strategie der Universität, die Forschung auf ausgewählte Bereiche zu konzentrieren. Neben den Umweltwissenschaften zählen zu diesen Bereichen die Psychologie, die Informatik und die Bildungsforschung.
Die Forschergruppe wird bis zum Jahr 2014 mit 1,5 Millionen Euro von der DFG unterstützt. An der Forschungsgruppe beteiligt sind Wissenschaftler aus den Bereichen Umweltchemie, Wasserforschung, Bodenkunde, Mikrobiologie und Ökotoxikologie der Universität Koblenz-Landau (Sprecherfunktion), der Technischen Universitäten München und Berlin und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ.
Kontakt:
DFG-Forschergruppe INTERNANO
Prof. Dr. Gabriele Schaumann (Sprecherin)
Institut für Umweltwissenschaften, Universität Koblenz-Landau
Tel.: 06341 280-31571
E-Mail: schaumann@uni-landau.de
Beteiligte Wissenschaftler:
Universität Koblenz-Landau
Institut für Umweltwissenschaften, AG Umwelt- und Bodenchemie
Campus Landau
Prof. Dr. Gabriele Schaumann
Tel.: 06341 280-31571
E-Mail: schaumann@uni-landau.de
Institut für Umweltwissenschaften, AG Umweltwissenschaft
Campus Landau
Prof. Dr. Ralf Schulz
Tel.: 06341 280-31327
E-Mail: r.schulz@uni-landau.de
Institut für Integrierte Naturwissenschaften, AG Mikrobiologie
Campus Koblenz
Prof. Dr. Werner Manz
Tel.: 0261 287-2226
E-Mail: manz@uni-koblenz.de
TU München
Institut für Wasserchemie
PD Dr. Thomas Baumann und Prof. Dr. Reinhard Nießner
Tel.: 089 2180-78234
E-Mail: thomas.baumann@ch.tum.de
TU Berlin
Institut für Ökologie, FG Bodenkunde
PD Friederike Lang
Tel.: 030 314-73527
E-Mail: Fritzi.Lang@TU-Berlin.DE
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Department Bodenphysik
PD Dr. Hans-Jörg Vogel
Tel.: 0345 558-5403
E-Mail: Hans-Joerg.Vogel@ufz.de
Bernd Hegen | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.internano.uni-landau.de/
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