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Buntbarsch-"Frust" bei der Partnersuche: Nur der Größte bekommt die Schönste

24.06.2009
Biologen der Universität Bonn haben das Paarungsverhalten bei Buntbarschen untersucht und eine einzigartige Entdeckung gemacht: Obwohl beide Geschlechter große Partner attraktiv finden, paaren sie sich meist mit Artgenossen, die ähnlich groß sind wie sie selbst - frei nach dem Motto: Auf jeden Topf passt ein Deckel! Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift BMC Evolutionary Biology erschienen.

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Die Bonner Biologen haben bei einem Experiment festgestellt, dass Buntbarsche, egal ob männlich oder weiblich, große Artgenossen als Partner bevorzugen. Dazu haben sie Aquarien mit einzelnen Fischen zwischen zwei Computermonitore gestellt.


Auf dem einen Bildschirm wurde ein größerer Fisch des anderen Geschlechts gezeigt, auf dem anderen ein kleinerer. Der "Testfisch" hielt sich dann jeweils öfter in der Nähe des Monitors mit dem größeren Partner auf. Das galt für Männchen ebenso wie für Weibchen.

Dennoch paaren sich kleine Buntbarsche eher mit kleinen Partnern als mit großen. Woran liegt das? "Bei Buntbarschen herrscht beidseitige Partnerwahl", sagt Sebastian Baldauf, Forscher im Institut für Evolutionsbiologie und Zooökologie. "Die großen Tiere haben die Qual der Wahl. Sie können sich unter ihren 'Verehrern' die größten aussuchen. Für die kleineren Fische bleiben daher nur kleinere Partner übrig - frei nach der Devise: 'You can't always get what you want.' Es ist ähnlich wie beim Menschen: Nach dem Topmodel sehnen sich alle; Erfolg haben aber nur die wenigsten."

Die Buntbarsche haben gute Gründe, den größten Partner zu wählen, den sie bekommen können: Während ein großes Weibchen mehr Eier produziert, können große Männchen die Brut besser vor Räubern verteidigen.

Der Artikel kann unter folgendem Link aufgerufen werden:
http://www.biomedcentral.com/1471-2148/9/129/abstract

Kontakt:
Sebastian Baldauf
Institut für Evolutionsbiologie und Zooökologie der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-5749
E-Mail: sbaldauf@evolution.uni-bonn.de

Frank Luerweg | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-bonn.de
www.biomedcentral.com/1471-2148/9/129/abstract

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