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Heinrich Hohenberg, wissenschaftlicher Direktor des HPI, warb das Gerät im Rahmen des "Paktes für Forschung und Innovation" erfolgreich ein: "Im Hamburger Raum befinden sich drei Leibniz-Institute, die exzellente medizinische Grundlagenforschung betreiben. Mit dem neuen Großgerät wollen wir unsere gemeinsame Technologieplattform sinnvoll erweitern."
Neben dem Heinrich-Pette-Institut, dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) und dem Forschungszentrum Borstel, die sich zum Leibniz-Zentrum für Infektionsforschung (LCI) zusammengeschlossen haben, wird auch die Universität Hamburg das TEM nutzen.
"Wir haben am HPI bereits viele Methoden zur lebensnahen Abbildung von Makromolekülen, Viren, Parasiten, Zellen und infizierten Geweben entwickelt. Das neue TEM bietet uns die ideale Ergänzung hierzu.", so Heinrich Hohenberg. Schon heute entnehmen Forscher am HPI Gewebeproben mit feinsten Nadeln, und sie erzeugen im Labor dreidimensionale Gewebe in besonderen Mikrokammern, mit denen sich zum Beispiel Infektionen und Schritte der Krebsentstehung untersuchen lassen.
Das TEM kann zukünftig mehr. Es zeigt auch in dicken Schnitten mit komplexer Gewebearchitektur, wie eine Infektion abläuft. Hier einige Beispiele für geplante Projekte: Hüseyin Sirma will am HPI räumlich rekonstruieren, wie Hepatitis B Viren in Leberzellen zusammengebaut und ausgeschleust werden. Joachim Hauber erwartet von seinen Studien am TEM wichtige Informationen für die Weiterentwicklung einer neuartigen HIV-Therapie. Und Volker Heussler aus dem BNI wird Malaria-Erreger in Leberorganoiden darstellen.
Wie verhalten sich gestreute Tumorzellen in ihrer umgebenden Gewebematrix? Was passiert in so genannten Nischen, wo sich Tumorstammzellen ansiedeln? Wie entstehen kleinste Metastasen? Auch die Tumorforschung am Heinrich-Pette-Institut erhält durch das TEM wichtige Daten in 3D.
Der "Pakt für Forschung und Innovation", aus dessen Fördergeldern das TEM finanziert wird, ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Bund, Länder und die Leibniz-Gemeinschaft einigten sich darauf, die Paktmittel im Wettbewerb so zu verteilen, dass die strengen Kriterien der wissenschaftlichen Exzellenz garantiert sind.
Besonders wichtig ist der strategische Nutzen eines Projektes. Das neue TEM stärkt den Leibniz-Standort für Infektionsforschung in Norddeutschland. Hier bündeln drei weltweit anerkannte Institute ihre Expertise im Bereich der viralen, bakteriellen und parasitären Infektionserkrankungen.
Dr. Angela Homfeld | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.hpi-hamburg.de
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