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Wissenschaftler aus Köln und Perth (Australien) konnten erstmals Phospholipid-Fettsäuren (PLFA) in Erdöl nachweisen. Als Studienobjekt wählten die Geochemiker tiefe Erdöl-Reservoire.
"Die 'tiefe Biosphäre' ist ein sehr wichtiges Forschungsthema, da noch sehr wenig über die Identität und Funktion ihrer Mikroben bekannt ist, ihre Aktivität jedoch möglicherweise einen großen Einfluss hat auf verschiedene bio-geo-chemische Kreisläufe und somit auch auf unser Klima", berichtet Christian Hallmann vom Institut für Geologie und Mineralogie der Universität zu Köln, der zur Zeit in den Vereinigten Staaten am Massachusetts Institute of Technology (MIT) beschäftigt ist.
Zusammen mit seinem Kölner Kollegen Dr. Lorenz Schwark und Prof. Kliti Grice von der Curtin University of Technology in Perth konnte er die Präsenz von Phospholipiden nachweisen, was auf lebendige Bakterien in Ölen hinweise, die für den biologischen Abbau des Öles verantwortlich seien. "Unsere Daten belegen die bisher tiefste mikrobielle Aktivität in Sedimenten bis zu 2.000 Metern Tiefe und eines Alters bis 145 Millionen Jahre", so Hallmann, "dieser erste Fund von PLFA in Ölen eröffnet neue Möglichkeiten für zukünftige Studien der tiefen Biosphäre".
Die Forschungsergebnisse werden im Journal "Nature Geoscience" veröffentlicht.
Bei Rückfragen: Stabsstelle Presse und Kommunikation, 470 2202
Verantwortlich: Felicitas Assmuth
Gabriele Rutzen | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-koeln.de/
www.nature.com/ngeo/
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