Anzeige
Transportvorgänge in Pflanzen untersucht der Biophysiker Dr. Ingo Dreyer von der Universität Potsdam. Der Wissenschaftler wurde jetzt mit einem Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet.
Mit diesem Stipendium, das über drei bis maximal fünf Jahre läuft, fördert die DFG herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die die Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeit-Professur erfüllen. Mit dem Stipendium soll ihnen ermöglicht werden, sich auf eine wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten und weiterführende Forschungsthemen zu bearbeiten.
Woher bekommen Pflanzen ihre Masse? Diese fundamentale Frage beschäftigt die Forscher schon seit mehreren hundert Jahren. Auch heute sind noch längst nicht alle Einzelheiten der komplexen Mechanismen erforscht, die beim Wachstum von Pflanzen eine Rolle spielen. Längst weiß man, dass die Pflanzen Wasser und Nährstoffe über die Wurzeln aus dem Boden aufnehmen und in den Blättern mit Hilfe der Photosynthese aus CO2 und Wasser Zucker hergestellt wird.
Dieser ist wiederum Grundlage für weitere chemische Umwandlungen. Die Zellen einer Pflanze sind also kleine natürliche chemische Fabriken. Wie bei einer "normalen" chemischen Fabrik müssen die Ausgangsmaterialen herantransportiert werden und die "chemischen Produkte" wieder abtransportiert werden. Sie werden an anderer Stelle in der Pflanze benötigt, beispielsweise in der Frucht.
Ingo Dreyer faszinieren die Mechanismen, mit denen es Pflanzen bewerkstelligen, dass Substanzen aus dem Erdreich, beispielsweise Kaliumsalze, bis in die Blüten gelangen. Er ist der Meinung, dass die Pflanzen die fundamentalen physikalischen Gesetzmäßigkeiten sehr geschickt zur Anwendung bringen müssen, um diesen Transport zu ermöglichen. Da alles in der Umwelt nach physikalischen Gesetzen folgt, ist der lebende Organismus Pflanze nichts anderes als eine komplizierte Maschine, die Pflanzenforscher im Detail verstehen wollen.
Dazu leistet Ingo Dreyer mit seinen Forschungen einen Beitrag. Denn das Verständnis der chemischen Fabrik Pflanze wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Pflanzen bilden nicht nur die Grundlage der menschlichen Nahrung. Im Zeitalter der Ölknappheit werden Pflanzen immer wichtiger für die Energieversorgung und als Rohstoffquelle für die Industrie.
Ingo Dreyer, 1969 geboren, studierte in Hannover Physik. Während des Studiums entdeckte er aber auch sein Interesse an der Biologie und so kombinierte er in der Folge seiner wissenschaftlichen Ausbildung beide Vorlieben und wandte sich in seiner Doktorarbeit am Julius-von-Sachs-Institut für Biowissenschaften an der Universität Würzburg der Biophysik zu. Ein Stipendium der Pôle Universitaire Européen de Montpellier/Frankreich und ein Marie Curie Forschungsstipendium der Europäischen Union ermöglichten ihm einen Aufenthalt an einem Forschungszentrum in Montpellier in Südfrankreich. Im Jahre 2001 begann er an der Professur für Molekularbiologie der Universität Potsdam als wissenschaftlicher Assistent zu arbeiten. Ingo Dreyer habilitierte sich 2006 an der Universität Potsdam im Fach Biophysik und Molekulare Pflanzenphysiologie.
Hinweis an die Redaktionen:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dr. Ingo Dreyer von der Universität Potsdam telefonisch unter 0331/977-2809, -2769, E-Mail: dreyer@uni-potsdam.de zur Verfügung.
Andrea Benthien | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/pressmitt/2007/pm018_07.htm
Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert
08.02.2012 | Max-Planck-Institut für medizinische Forschung
Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms
08.02.2012 | New York University
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.
Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.
In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...
Anzeige
Anzeige

Zwerggalaxie hat großen Hunger
08.02.2012 | Physik Astronomie
Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
»Jede Sekunde zählt« Erster Internationaler Kongress zu Rettungsdienstsystemen in Neu Delhi
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Bauwerke gebrauchstauglich halten
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft im Dialog-Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2012
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten