Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Mit der Taufliege der Unfruchtbarkeit auf der Spur

15.11.2006
Ergebnisse sollen auf Mensch übertragen werden

Anzeige

Männliche Unfruchtbarkeit ist nach wie vor ein Tabuthema. Wie viele Männer davon betroffen sind, ist schwer zu sagen. Zahlreiche Forschungsarbeiten setzen sich mit der Frage der Infertilität auseinander.


...mehr zu:
Spermien Taufliege Unfruchtbarkeit

Die Ergebnisse sind dabei so zahlreich wie die Arbeiten selbst. Größte Unklarheit herrscht in der Frage nach den auslösenden Faktoren. Die University of Bath hat nun erste Forschungsergebnisse präsentiert, die eventuell Aufschluss über plötzlich eintretende Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit geben sollen. Mit Hilfe des Spermas der Taufliege soll das Rätsel um die Infertilität nun gelöst werden.

"Es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Mann unfruchtbar sein kann. Bei einigen Männern können dies auch angeborenen Veränderungen sein", erklärt Eugen Plas von der Urologischen Abteilung des Krankenhauses Hietzing auf Anfrage von pressetext. Hormonelle Störungen, Umwelteinflüsse, soziale oder berufliche Veränderungen oder genetische Faktoren sind nur einige Beispiele für Ursachen der Infertilität. "Sind die Ursachen bekannt, ist es in manchen Fällen möglich, wieder zeugungsfähig zu werden", erklärt Plas. Was jedoch die Ursachen betrifft, so gehen die Meinungen weit auseinander. Wie Plas erklärt, gibt es zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten die oftmals gegenteilige Ergebnisse postulieren. "Viele dieser Arbeiten zeigen Trends an. Insbesondere bei den Therapiemöglichkeiten gibt es derzeit nur wenige wissenschaftlich fundierte Medikamente, die bei männlicher Infertilität sinnvoll eingesetzt werden können", so Plas.

Eine neue Studie zum Thema Kinderlosigkeit führte nun die University of Bath durch. Dabei wurden die Spermaproteine der Taufliege Drosophila Melanogaster entschlüsselt und der jeweiligen Funktion zugeordnet. Nun sollen die Ergebnisse mit jenen anderer Spezies wie Mäuse oder auch dem Menschen verglichen und übertragen werden. Mit dieser Methode versucht die University of Bath zu erklären, warum manche Spermien erfolgreicher sind als andere und in weiterer Folge, wie es zur Unfruchtbarkeit kommt.

"Wir wissen wenig darüber, was in Spermien enthalten ist. Das erklärt auch, warum wir auch Sex nicht verstehen", erklärt Tim Karr, Forschungsleiter an der University of Bath. Proteine erfüllen viele verschiedene Funktionen, von der Gestaltung der Strukturen bis hin zur Katalysation von chemischen Reaktionen. Nun sollen die einzelnen Proteine entschlüsselt und mit anderen Spezies verglichen werden. So soll die natürliche Evolution von Spermien nachvollzogen werden. Wenn die Antworten gefunden wurden, warum manche Spermien erfolgreicher sind als andere, können wir mit der Entwicklung klinischer Therapien gegen Unfruchtbarkeit beginnen", erklärt Karr. Dies würde aber noch unbestimmte Zeit dauern.

Victoria Danek | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.bath.ac.uk

Weitere Berichte zu: Spermien Taufliege Unfruchtbarkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

nachricht How the zebra got its stripes
09.02.2012 | The Company of Biologists

Alle Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler machen Eisen durchsichtig


Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden

Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...

Im Focus: Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert


Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst

Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...

Im Focus: Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber


Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.

Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.

Das System ...

Im Focus: VLT liefert detailreichstes Infrarotbild des Carinanebels


Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.

Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.

Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...

Im Focus: Automatisch Lücken im Funkspektrum erkennen


Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.

Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?

09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung

09.02.2012 | Studien Analysen

Ocean warming causes elephant seals to dive deeper

09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp