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Spanische Wissenschaftler nutzen die ungewöhnlichen Eigenschaften von Zeolithen, um kostengünstiger größere Mengen von Mikroalgen besserer Qualität kultivieren zu können.
Zeolithen sind Minerale, die in einer gleichmäßigen und klaren Struktur Aluminium, Silizium und Sauerstoff enthalten. Aufgrund ihrer einzigartigen strukturellen Beschaffenheit besitzen Zeolithen besondere chemische Eigenschaften. Daher fanden sowohl die natürlich vorkommenden als auch die künstlich hergestellten Zeolithen vielfachen Einsatz beim Ionenaustausch, bei der Katalyse, Adsorption und Abscheidung.
Eine Forschungsgruppe aus dem Süden Spaniens stieß auf eine neue Verwendungsmöglichkeit für Zeolithen. Auf frühere Forschungen zum Zusammenspiel von Zeolithen und stickstoffhaltigen Arten aufbauend, setzte die Gruppe aus Andalusien Zeolithen zur Verstärkung von Düngemitteln ein, die zur Wachstumssteigerung maritimer Mikroalgenkulturen verwendet werden.
Zeolithen fördern die Verarbeitung von Stickstoff, dem Hauptnährstoff von Algen, in einer Meereswasserumgebung. In Tests mit Zeolith-angereicherten Düngemitteln konnte ein Anstieg der Anzahl zellularer Mikroalgen und demzufolge der gesamten Produktivität nachgewiesen werden.
Aufgrund der reichen Verfügbarkeit der Zeolithen und des einfachen Prozesses ihrer Verbindung mit herkömmlichen Algendüngemitteln ist eine deutliche Kostensenkung möglich.
Ein weiterer, abschließender Vorteil dieser neuen Entdeckung ist, dass die durch den Einsatz von Zeolith-angereicherten Düngemitteln entstandenen Mikroalgen einen höheren Nährstoffgehalt aufweisen. Dieser Vorteil wird durch die Nahrungskette weitergegeben, wenn Mikroalgen zur Fütterung von weiterentwickelten Organismen in einer Aquakultur, wie z.B. Schalentieren und Fischen, eingesetzt werden.
Dieses Ergebnis könnte der Aquakultur-Branche sowohl hinsichtlich der Mikroalgen als auch größerer Organismen zugute kommen.
M. Dolores Guillen | Quelle: Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen: www.citandalucia.com
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