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Deutsche Labors beteiligen sich an der Wissens-Plattform SAGE.KE
Von der Alzheimer-Krankheit über Verschleißerscheinungen und schwindende Immunkräfte im Alter bis hin zu den genetischen Grundlagen der Langlebigkeit: Zu unterschiedlichen Fragen der Altersforschung werden Wissenschaftler aus zehn medizinischen und biowissenschaftlichen Labors in Deutschland von jetzt an systematisch Erkenntnisse und Hintergrundinformationen sammeln und sie für die Fachwelt aufbereiten. Das Projekt ist Teil des internationalen Forschungsprogramms SAGE.KE. Der deutsche Beitrag dazu wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft finanziert und von der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) koordiniert.
SAGE.KE ("Science of Aging/Knowledge Environment") ist der Name eines Wissensmanagement-Portals im Internet, das Forschern in aller Welt umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Altern zur Verfügung stellen soll. Initiiert wurde diese virtuelle Recherche- und Diskussionsplattform von der amerikanischen Fachzeitschrift Science. Betreut von einem amerikanischen Koordinatoren-Team, ging SAGE.KE bereits im Oktober 2001 ans Netz. Jetzt soll das Altersforschungs-Netzwerk auf England, Schweden, Italien, Singapur, Japan, China und Deutschland ausgeweitet werden. Für die deutsche Teilnahme gab jetzt die Genehmigung der nötigen Fördermittel durch den Stifterverband den Startschuss.
Als Koordinatorin der deutschen SAGE-Labors ist die GBF-Mitarbeiterin und promovierte Biologin Dr. Evi Wollscheid-Lengeling mit der redaktionellen Bearbeitung der wissenschaftlichen Beiträge betraut. Sie wird die Inhalte mit den Betreibern der Plattform in den USA abstimmen. Die wissenschaftliche Gesamtbetreuung des Projektes in Deutschland liegt bei Dr. Klaus Schughart und Dr. Rolf-Joachim Müller, die ebenfalls beide bei der GBF tätig sind.
"Die Lebenserwartung in den Industriestaaten steigt kontinuierlich, die Altersstruktur der Bevölkerung verschiebt sich", erklärt der wissenschaftliche Geschäftsführer der GBF, Prof. Dr. Rudi Balling, "die biologischen Prozesse des Alterns rücken daher immer mehr in den Blickpunkt des allgemeinen Interesses. Ich freue mich, dass wir jetzt ein derart zukunftsweisendes Forschungsprogramm betreuen. Wir wollen SAGE.KE zu einem schnellen, weltumspannenden Instrument der Kommunikation zwischen hoch qualifizierten wissenschaftlichen Arbeitsgruppen ausbauen."
Das Web-Portal des internationalen SAGE.KE-Projekts kann unter http://sageke.sciencemag.org aufgerufen werden. Das Login ist allerdings kostenpflichtig.
Eine frei zugängliche Internet-Seite zum deutschen SAGE-Beitrag ist vor kurzem unter www.gbf.de/sage online gegangen.
Thomas Gazlig | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: sageke.sciencemag.org
www.gbf.de/sage
www.stifterverband.de
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