Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Erste Technologieanalyse zur Nanobiotechnologie erschienen

04.09.2002

Anzeige


In der Anfang September 2002 im Auftrag des BMBF durchgeführten Technologiefrüherkennungsstudie "Nanobiotechnologie I: Grundlagen und technische Anwendungen molekularer, funktionaler Biosysteme" werden Anwendungspotenziale und Entwicklungen in verschiedenen technischen Bereichen des relativ jungen Forschungsgebiets eingehend untersucht und umfassend dargestellt.

Nanobiotechnologie ist ein relativ junges Forschungsgebiet im Grenzgebiet zwischen Biologie, Physik und Chemie, das von der molekularen Medizin der Zukunft bis zur Molekularelektronik reicht. Im Rahmen ihrer Technologiefrüherkennungstätigkeit für das BMBF führen Mitarbeiter der Zukünftige Technologien Consulting des VDI-Technologiezentrums eine Studie zur Nanobiotechnologie durch. Der erste Teil "Nanobiotechnologie I: Grundlagen und technische Anwendungen molekularer, funktionaler Biosysteme" wurde im September 2002 veröffentlicht.

Mit der Entwicklung von Werkzeugen zur Analyse und Manipulation nanoskaliger Strukturen in der Nanotechnologie wurde eine wichtige Grundlage dafür geschaffen, biologische Baupläne und Prinzipien für technische Anwendungen einzusetzen. Nach dem biologischen Vorbild der Zellen und ihrer funktionellen Bestandteile nutzen Forscher in der Nanobiotechnologie Aufbau und Organisation, um in Kombination mit nanotechnologischen Verfahren innovative Anwendungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Technologiebereichen zu entwickeln.

Das Forschungsgebiet präsentiert sich dabei in zweifacher Gestalt. Einerseits wird Nanotechnologie für die Herstellung und Untersuchung biologischer Systeme eingesetzt und führt besonders im medizinischen Bereich zu neuen Therapie und Diagnostikmöglichkeiten (Nano2Bio). Andererseits bieten funktionelle Biomoleküle wie Proteine oder DNS-Moleküle selbst völlig neue Anwendungsoptionen z.B. in Kombination mit Nanopartikeln für Nanofabrikation, Materialsynthese oder auch Informationsverarbeitung (Bio2Nano).
Die vorliegende Technologieanalyse widmet sich dem zweiten Aspekt. Untersucht wurde das technische Anwendungspotenzial biologischer Moleküle und Prinzipien in der Nanotechnik. Charakteristisch hierfür ist die "programmierbare Selbstorganisation" von DNS-Molekülen und ihre Kombination mit Nanopartikeln zum Aufbau komplexer Nanostrukturen. Funktionelle Biomoleküle wie etwa das Protein Bakteriorhodopsin, das eine molekulare, Licht getriebene Ionenpumpe darstellt, finden z.B. Anwendungspotenzial in Biosensoren, als molekulare Maschinen oder auch in der Informationsverarbeitung.

Die noch in Arbeit befindliche zweite Technologieanalyse wird sich mit dem medizinischen Anwendungsbereich beschäftigen und im nächsten Jahr folgen.

Die jetzt veröffentlichte Technologieanalyse ist kostenlos erhältlich bei:

Dr. Marcus Wevers
Zukünftige Technologien Consulting des VDI-TZ
Graf-Recke-Str. 84
D-40239 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211 - 6214 - 628
Fax: +49 (0)211 - 6214 - 139
E-Mail: wevers@vdi.de

Andreas Hoffknecht | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.zt-consulting.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Ocean warming causes elephant seals to dive deeper
09.02.2012 | Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

nachricht How the zebra got its stripes
09.02.2012 | The Company of Biologists

Alle Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler machen Eisen durchsichtig


Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden

Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...

Im Focus: Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert


Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst

Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...

Im Focus: Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber


Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.

Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.

Das System ...

Im Focus: VLT liefert detailreichstes Infrarotbild des Carinanebels


Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.

Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.

Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...

Im Focus: Automatisch Lücken im Funkspektrum erkennen


Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.

Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?

09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung

09.02.2012 | Studien Analysen

Ocean warming causes elephant seals to dive deeper

09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp