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Davon erhoffen sie sich Aufschlüsse über die evolutionäre Anpassung der Seegräser, deren Vorfahren noch auf dem Land lebten, über deren Stresstoleranz und insbesondere über die genetischen Voraussetzungen, um höhere Wassertemperaturen zu tolerieren. Letzteres könnte im Hinblick auf Klimaveränderungen in vielen marinen Lebensräumen in Zukunft überlebenswichtig sein.
An dem internationalen Konsortium sind drei Arbeitsgruppen des Fachbereichs Biologie der WWU beteiligt: die Gruppen von Prof. Dr. Erich Bornberg-Bauer
und Prof. Dr. Thorsten Reusch (Institut für Evolution und Biodiversität) sowie die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Michael Hippler (Institut für Biochemie und Biotechnologie der Pflanzen).
"Seegras wird oft nur als lästiges Grünzeug and Stränden wahrgenommen" meint Prof. Bornberg-Bauer. "Dabei hat es eine enorme ökologische Bedeutung, da es Brutplatz für viele Fische ist, Flutwellen abmildert und als Pionierpflanze noch unbesiedelte Küsten für andere Organismen bewohnbar macht. Die ökonomische Bedeutung von allen Seegraswiesen wird oft sogar als wichtiger als die der Regenwälder angesehen." Durch die Klimaerwärmung sind diese Seegraswiesen jedoch möglicherweise bedroht. Wärmetolerante Bestände aus südlichen Regionen könnten eine "genetische Rettung" für nördlichere Bestände sein, so die Forscher.
Das Konsortium zur Aufklärung der Genomsequenz des Großen Seegrases (Zostera marina) wird geleitet von Prof. Dr. Jeanine Olsen (Universität Groningen, Niederlande). Die Sequenzierung übernimmt das Joint Genome Institute in Kalifornien (USA).
Dr. Christina Heimken | Quelle: Universität Münster
Weitere Informationen: www.uni-muenster.de
www.uni-muenster.de/journalisten/download/seegrasgenomprojekt.p
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