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Basler Schlafforscher: Pubertät dauert fünf bis sechs Jahre

22.04.2009
Punkto Schlafverhalten beginnt das Erwachsenenalter beim Menschen fünf bis sechs Jahre nach den ersten Anzeichen der Pubertät.

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Dies fanden Forschende der Universität Basel heraus, welche die Schlaf-Wach-Phasen bei Jugendichen in der Zeit nach der ersten Menstruation und dem Stimmbruch untersuchten.


Ihre Studie wurde im Fachmagazin "PlosOne" publiziert.
Die Pubertät geht bekanntlich beim Menschen mit grossen physiologischen und psychologischen Veränderungen einher. Es fragt sich, wann diese manchmal schwierige Zeit für Jugendliche aufhört.

Die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel, Abteilung Chronobiologie, haben nun eine Umfrage über das Schlaf-Wach-Verhalten und den Zeitpunkt der sogenannten Menarche - des ersten Auftretens der Menstruation - unter weiblichen Jugendlichen gemacht. Ziel war es, einen chronophysiologischen Marker für das Ende der Adoleszenz bzw. für den Beginn des Erwachsenenalters zu finden.

In der Studie konnte gezeigt werden, dass die weiblichen Jugendlichen in den ersten fünf Jahren nach Auftreten der Menarche während der Schultage immer später ins Bett gehen und somit die Schlafdauer abnimmt, da die Aufstehzeiten unverändert früh angesetzt sind. An den Wochenenden kompensieren sie jeweils ihr Schlafmanko, das bis zwei Stunden betragen kann, indem sie ausschlafen.

Interessanterweise normalisiert sich dieses Schlaf-Wach-Verhalten ab dem sechsten Jahr nach der Menarche und nähert sich langsam dem Muster eines Erwachsenen an. Die Studie lässt damit den Schluss zu, dass fünf bis sechs Jahre nach der Menarche das Erwachsenenalter beginnt. Ähnliches gilt auch für männliche Jugendliche, für die anstatt der Menarche der Zeitpunkt des Stimmbruches als unabhängige Variable verwendet wurde.

Originalbeitrag
Frey S, Balu S, Greusing S, Rothen N, Cajochen C (2009)
Consequences of the Timing of Menarche on Female Adolescent Sleep Phase Preference
PLoS ONE 4(4): e5217. | doi:10.1371/journal.pone.0005217 | Published: April 22, 2009

Weitere Auskünfte
Prof. Christian Cajochen, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel, Abteilung Chronobiologie, Wilhelm-Klein-Str. 27, 4025 Basel, Tel. 061 325 53 18, E-Mail: Christian.Cajochen@unibas.ch
Dipl. sc. nat. Silvia Frey, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel, Abteilung Chronobiologie, Wilhelm-Klein-Str. 27, 4025 Basel, Tel. 061 325 54 78, E-Mail: silvia.frey@upkbs.ch

Reto Caluori | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.unibas.ch
www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0005217

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