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Mehr als 11.000 nichteinheimische Arten wurden im Rahmen des DAISIE-Projektes (Delivering Alien Invasive Species Inventory for Europe) dokumentiert, ein einmaliges Dreijahresprojekt von über 100 europäischen Wissenschaftlern, das von der Europäischen Union finanziert wurde und nun neues Wissen über biologische Invasionen in Europa vorlegt.
Biologische Invasionen durch nichteinheimische Arten verursachen häufig beträchtlichen ökonomischen Schaden, sowie Verluste an biologischer Diversität und ökologischen Funktionen in den betroffenen Ökosystemen.
Keine harmlosen Besucher
Die Mehrzahl dieser über 11.000 nichteinheimischen Arten verursachen keine Schäden. Rund 15 Prozent der Arten führen jedoch zu ökonomischen Schäden. Ebenfalls 15 Prozent der Arten beeinträchtigen die biologische Diversität, d.h. sie betreffen die Umwelt, einzelne Lebensräume, einheimische Pflanzen, Tiere oder Mikroorganismen. Dies ergaben die Untersuchungen, die auf der kürzlich eröffneten Internetplattform http://www.europe-aliens.org und im DAISIE-Buch "Handbook of alien species in Europe" vorgestellt werden.
Wissen ermöglicht Handeln
Vor der Veröffentlichung der Ergebnisse des DAISIE-Projektes wurden sowohl Anzahl als auch Auswirkungen der Schäden durch nichteinheimische Arten in Europa vor allem außerhalb der Landwirtschaftszone und der Forstwirtschaft bzw. bei Arten, die nicht die menschliche Gesundheit beeinträchtigen, stark unterschätzt. Das Fehlen verlässlicher Angaben führte in vielen europäischen Staaten zu Passivität bei der Bekämpfung nichteinheimischer Arten, was sich zunehmend katastrophal auf Europas Biodiversität, Gesundheit und Wirtschaft auswirkt.
Warum brauchen wir diese Information?
Nichteinheimische Arten können einen bedeutenden Einfluss auf Gesellschaft und Umwelt haben, da sie unter anderem neue Krankheiten übertragen können, Ökosystemprozesse verändern, die Biodiversität reduzieren, Kulturlandschaften beeinträchtigen, den Erholungswert der Landschaft und von Wasserflächen mindern können. Solch nichteinheimische Arten können Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen sein, die mit menschlicher Hilfe aus ihrem natürlichen Habitat in einen neuen Lebensraum verbracht wurden.
Erlaubt fundierte Entscheidungen
Die Informationen im DAISIE-Buch "Handbook of alien species in Europe", das diese Woche erschienen ist, und die im Internet frei zugängliche Datenbank sind äußerst wichtig im Kampf gegen biologische Invasionen in Europa. Das durch DAISIE verfügbare Wissen dient der Dokumentation aktueller Invasionen und erlaubt, neue Invasionen und ihr Ausmaß vorherzusagen. Wichtige Angaben zur Früherkennung, Ausrottung oder Kontrolle von Arten werden ebenfalls für Entscheidungsträger, Umweltplaner und weitere Betroffene zur Verfügung gestellt.
Publikation:
DAISIE (2009) Handbook of alien species in Europe. Springer, Dordrecht
ISBN 978-1-4020-8279-5, available by 17 November 2008
http://www.springer.com/life+sci/ecology/book/978-1-4020-8279-5
Weitere Informationen zum DAISIE "Handbook of alien species in Europe" sind erhältlich bei
Prof. Wolfgang Nentwig, Universität Bern, Schweiz, e-mail wolfgang.nentwig@zos.unibe.ch, Telefon 0041-31-631-4520
Dr. Montserrat Vilà, Estación Biológica de Doñana, Sevilla, Spain, e-mail montse.vila@ebd.csic.es, telephone +34 954-232340 ext. 123
Dr. Petr Pyšek, Institute of Botany, Pr?honice, Academy of Sciences of the Czech Republic, Praha, e-mail pysek@ibot.cas.cz, telephone +420 271015266
Prof. Philip E. Hulme, National Centre for Advanced Bio-Protection Technologies,
Lincoln University, New Zealand, e-mail hulmep@lincoln.ac.nz, telephone (64) (3) 325 3696 ext. 8317
Weitere Informationen zum DAISIE-Projekt sind erhältlich bei
Dr. Melanie Josefsson, Swedish Environmental Protection Agency, e-mail melanie.josefsson@snv.slu.se, telephone +46 8 698 1541
Dr. David Roy, Biological Records Centre, CEH Wallingford, United Kingdom,
e-mail dbr@ceh.ac.uk, telephone :+44 1491 692517
Weitere fachliche Informationen:
Dr. Stefan Klotz
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Telefon: 0345-558-5302
http://www.ufz.de/index.php?de=14699
und
Dr. Ingolf Kühn
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Telefon: 0345-558-5311
http://www.ufz.de/index.php?de=821
oder
Tilo Arnhold (UFZ- Pressestelle)
Telefon: 0341-235-1269
E-mail: presse@ufz.de
Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt. Sie befassen sich mit Wasserressourcen, biologischer Vielfalt, den Folgen des Klimawandels und Anpassungsmöglichkeiten, Umwelt- und Biotechnologien, Bioenergie, dem Verhalten von Chemikalien in der Umwelt, ihrer Wirkung auf die Gesundheit, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Ihr Leitmotiv: Unsere Forschung dient der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und hilft, diese Lebensgrundlagen unter dem Einfluss des globalen Wandels langfristig zu sichern. Das UFZ beschäftigt an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg 900 Mitarbeiter. Es wird vom Bund sowie von Sachsen und Sachsen-Anhalt finanziert.
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 25.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).
Tilo Arnhold | Quelle: Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen: www.ufz.de/index.php?de=17394
www.europe-aliens.org
www.ufz.de/index.php?de=17176
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Mit rund 2,3 Millionen Euro finanziert die Europäische Technologieinitiative „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU) die Entwicklung neuer Wasserstoff-Feststoffspeicher auf Basis von Borhydriden. Diese Verbindungen nehmen besonders viel Wasserstoff auf, die Tanks bleiben dadurch kompakt. Koordiniert wird das Projekt „Bor4Store“ vom Institut für Werkstoffforschung im Helmholtz-Zentrum Geesthacht.
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