Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wespenspinne auf dem Vormarsch - Konsequenz des Klimawandels?

08.11.2011
Bei vielen Tier- und Pflanzenarten werden heute polwärts gerichtete Wanderbewegung beobachtet und für gewöhnlich auf den globalen Wandel zurückgeführt.

Insbesondere die Klimaerwärmung des vergangenen Jahrhunderts wird als Ursache derartiger Invasionen angesehen. Welche Rolle mögliche genetische Veränderungen spielen, wird meist nicht bedacht.


Die Wespenspinne Argiope bruennichi
Foto: Gabriele Uhl, Universität Greifswald

Die wärmeliebende Wespenspinne Argiope bruennichi hat in den zurückliegenden einhundert Jahren ihr Verbreitungsgebiet rasant ausgeweitet. Ursprünglich beschränkte sich ihr Lebensraum auf die Mittelmeerregion und wenige Wärmeinseln in Mitteleuropa. Heute finden sich die Tiere fast flächendeckend in Europa bis nach Finnland. Anfänglich fiel diese Ausweitung noch recht gut mit dem beginnenden Klimawandel zusammen, doch mittlerweile lässt sich die Verbreitung der Art nur schwer allein mit globaler Erwärmung erklären.

Mit Hilfe historischer Proben aus Zoologischen Museen lässt sich die Ausbreitungsgeschichte der Wespen-spinne über die letzen hundert Jahre genetisch zurückverfolgen. Die zunehmende genetische Vielfalt ist demnach auf eine rezente Durchmischung vormals isolierter Populationen zurückzuführen. Ursache dieser Durchmischung könnte die globale Erwärmung sein. Der Klimawandel trägt also nicht nur direkt zum Ausbreitungserfolg wärmeliebender Arten bei, sondern über genetische Durchmischung auch indirekt. Im Vortrag von Henrik Krehenwinkel wird eine Studie vorgestellt, die den Einfluss genetischer Faktoren auf den Ausbreitungserfolg der Spinnenart im Rahmen des globalen Klimawandels untersucht.

Vortrag Henrik Krehenwinkel (Plön)
Donnerstag, 10. November 2011 um 17:15 Uhr
Hörsaal, Zoologisches Institut und Museum
Johann-Sebastian-Bach-Straße 11/12, 17489 Greifswald
Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Peter Michalik
Zoologisches Institut und Museum
Johann-Sebastian-Bach-Straße 11/12
17487 Greifswald,
Telefon 03834 86-4099/ -4251
michalik@uni-greifswald.de

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Wie Proteine zueinander finden
21.02.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Kleine Moleküle gegen altersbedingte Erkrankungen
21.02.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten