Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welche Moleküle Nahrungsmittelallergien auslösen und wie sie sich nachweisen und abbauen lassen

16.10.2008
Unter Lebensmittelallergien leiden etwa ein bis zwei Prozent aller Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder. Auslöser sind sowohl tierische als auch pflanzliche Produkte.

Die Oktoberausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" berichtet, was ein Allergen chemisch gesehen ist, welche Methoden es aufspüren und wie sich seine Wirkung mindern lässt.

Ein Lebensmittel enthält häufig mehrere Allergene, auf die Menschen unterschiedlich reagieren: Die Erdnussallergie ist in Deutschland wenig verbreitet, tritt in England in letzter Zeit vermehrt auf und ist in den USA ein Problem. Apfelallergiker sind in nordeuropäischen Ländern häufiger als in Südeuropa. Dabei reagieren die nördlichen Apfelallergiker auf andere Allergene als die südlichen.

Ein Allergen ist oft ein Protein mit Bindungsstellen für spezifische Antikörper, Epitope genannt. Lebensmitteltechnische Verarbeitung kann die Epitope eines Proteins und damit das allergene Potenzial verändern: Es reduziert sich im Apfel beim Erhitzen während der Saftgewinnung, das Rösten einer Erdnuss dagegen erhöht ihr allergenes Potenzial. Gentechnische Verfahren können die Epitope zerstören und damit das allergene Potenzial eines Lebensmittels senken.

Die allergenen Proteine sind in einem Lebensmittel durch elektrophoretische, chromatographische und immunologische Verfahren identifizierbar. Andere Methoden spüren allergieauslösende Substanzen auch in einem verarbeiteten Produkt auf.

Über diese und weitere Neuigkeiten zu Lebensmittelallergenen berichtet in der Oktoberausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" die Lebensmittelchemikerin Angelika Paschke. Die PDF-Datei des Artikels gibt es bei der Redaktion der "Nachrichten aus der Chemie" unter nachrichten@gdch.de.

Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den "Nachrichten aus der Chemie" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.

Dr. Ernst Guggolz | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de/nachrichten
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2008/h10_08.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Geteiltes Denken ist doppeltes Denken
19.01.2017 | Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

nachricht Neue CRISPR-Methode enthüllt Genregulation einzelner Zellen
19.01.2017 | CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie