Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ursache für die überschießende Teilung entzündungsförderndernder T-Zellen bei Rheuma identifziert

06.12.2011
Avrion-Mitchison-Preis für Rheumaforschung 2011 geht an Dr. rer. nat. Anna-Barbara Stittrich vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ).

Der Avrion-Mitchison-Preis für Rheumaforschung wird jährlich für Arbeiten vergeben, die entscheidend zum Verständnis entzündlich-immunologischer Prozesse beitragen, die rheumatischen Krankheiten zugrunde liegen.

Dies ist der Preisträgerin Anna Barbara Stittrich durch ihre Arbeit, die sie am DRFZ in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. rer. nat. Andreas Radbruch angefertigt hat, in beeindruckender Weise gelungen. Dr. Stittrich hat eine neue Ebene der Regulation der Vermehrung von aktivierten TH Lymphozoyten in chronsich entzündlichen Erkrankungen entdeckt. So konnte sie zeigen, dass kleine Nukleinsäuren (microRNA) die Vermehrung entzündungsfördernder T-Lymphozyten drastisch steigern, wodurch sich ein neuer Ansatz für Therapien ergibt.

Die Nachwuchswissenschaftlerin hat 2011 an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Ihre Arbeit wurde 2010 in der Fachzeitschrift Nature Immunology veröffentlicht (Stittrich et al. The microRNA miR-182 is induced by IL-2 and promotes clonal expansion of activated helper T lymphocytes. Nature Immunology 2010, 11, 1057-62).

Die Schering Stiftung verleiht den mit 2.500 Euro dotierten Preis am 6.Dezember 2011 im Rahmen einer Veranstaltung zur Albrecht-Hasinger-Lecture im Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ).

Die diesjährige Albrecht-Hasinger-Lecture, die ebenfalls von der Schering Stiftung unterstützt wird, hält der Rheumatologe Prof.Peter E. Lipsky aus Charlottesville, USA, zum Thema "Development of new therapies for rheumatic diseases".

Peter E. Lipsky war in den letzten 30 Jahren unter anderem am Nationalen Institut für Gesundheit in Maryland, USA, und als Direktor der Rheumatologie der University of Texas – Southwestern Medial Center Dallas tätig. In diese Zeit hat er entscheidend an der Etablierung neuer bahnbrechender Therapien wie der TNF-Blockade bei der Rheumatoiden Arthritis und der verbesserten Schmerztherapie durch den Einsatz von Cox-2 Hemmern mitgewirkt.

Das DRFZ vergibt den Avrion-Mitchison-Preis für Rheumaforschung seit dem Jahr 2000 zu Ehren seines Gründungsdirektors Avrion Mitchison. Der Preis zeichnet jährlich die beste experimentelle, klinische oder epidemiologische Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Rheumatologie aus. Die Jury benennt den Preisträger aufgrund mindestens zweier unabhängiger Gutachten international anerkannter Wissenschaftler.

Die Albrecht-Hasinger-Lecture lesen herausragende Rheumaforscher seit 1994 zum Gedenken an Albrecht Hasinger, einen der Gründungsväter des DRFZ. Preisgeld und Veranstaltung zur Lesung ermöglicht die Schering Stiftung.

Die Vorträge werden in Englisch gehalten. Gäste sind herzlich willkommen.

Veranstaltungsort:
DRFZ Berlin
(auf dem Campus der Charité Mitte, Nähe Hauptbahnhof)
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Kontakt:
DRFZ Öffentlichkeitsarbeit
Jacqueline Hirscher
E-Mail: info@drfz.de
Tel.: 030 28460 793

Jacqueline Hirscher | idw
Weitere Informationen:
http://www.drfz.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Spot auf die Maschinerie des Lebens
23.08.2017 | Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Erlangen

nachricht Immunsystem kann durch gezielte Manipulation des Zellstoffwechsels reguliert werden
23.08.2017 | Medical University of Vienna

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie