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Die Unterdrückung des NOX4-Gens kann diabetischen Nierenschäden vorbeugen

12.12.2013
Das Enzym NOX4 spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von diabetischer Nephropathie, oder einer Nierenschädigung, die bei Diabetes auftritt.

Eine Unterdrückung des Gens kann der Entstehung von diabetischer Nephropathie vorbeugen oder sie verzögern. Das hat ein australisch-niederländisches Forschungsteam, unter der Leitung von Prof.Dr. Harald Schmidt der Universität Maastricht und von Prof.Dr. Karin Jandeleit-Dahm vom Baker IDI Heart & Diabetes Institute in Melbourne nachgewiesen. Die Ergebnisse werden in dieser Woche während des Welt-Diabetes-Kongresses in Melbourne präsentiert, und wurden zur Veröffentlichung vom Journal of the American Society of Nephrology (JASN) akzeptiert.

Die diabetische Nephropatie tritt bei Menschen mit Diabetes mellitus auf und entsteht, indem die kleinen Blutgefäße des ganzen Körpers, darunter die der Nierenfilter, beschädigt werden. Dauerhaft führt die Nierenschädigung zum Verlust der Nierenfunktion und letztendlich zur Notwendigkeit einer Behandlung, die die Nierenfunktion ersetzt. Auch wird das Risiko von Herz- und Gefäßerkrankungen stark erhöht und haben die Schäden an den kleinen Blutgefäßen negative Auswirkungen auf die Nerven im Körper und die Netzhaut der Augen. Personen mit diabetischer Nephropathie sterben häufig frühzeitig an Herz- und Gefäßkrankheiten.

Das NOX4-Gen kommt vielfach in Nieren- und Gefäßwandzellen zur Expression. Studien bei Tieren und Menschen haben nachgewiesen, dass die Expression von NOX4 in Blutgefäßen bei vielen Herz- und Gefäßkrankheiten, wie Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Diabetes, Gefäßalterung und pulmonaler Hypertonie, gestiegen ist. Laut Prof.Dr. Jandeleit-Dahm zeigen die neuen Befunde, dass, bei Mäusen mit Diabetes, NOX4 ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von diabetischen Nierenschäden ist und dass diese Schäden durch die Verabreichung eines pharmakologischen NOX4-Hemmstoffes verringert werden.

Die Studie baut auf zwei früheren Untersuchungen in diesem Jahr auf, in denen das Team nachgewiesen hat, dass das Gen NOX1 eine wichtige Rolle bei der beschleunigten Entwicklung von Atherosklerose und Retinopathie bei Diabetes spielt. Die Forscher zeigten damals, dass die Hemmung von NOX1 bei Mäusen mit Diabetes eine stark verbesserte vaskuläre Gesundheit bewirkte und dass der Bildung von atherosklerotischen Plaques (Arterienverkalkung) und Schäden an Augen vorgebeugt werden konnte.

Die Forscher arbeiten mit Genkyotex, einem schweizerischen kommerziell ausgerichteten Biotechnologie-Unternehmen, zusammen, das den NOX-Hemmstoff, mit dem Namen GKT137831, entwickelt hat. Das Team ist vor Kurzem mit klinischen Studien mit GKT137831 bei Patienten mit diabetischer Nephropathie begonnen. Die Untersuchung wird an verschiedenen Zentren in den USA, in Europa und Australien durchgeführt und wird teilweise mit einem Advanced-Grant-Zuschuss, den das European Research Council Prof.Dr. Harald Schmidt zugebilligt hat, finanziert.

Hinweis für die Presse:
Für weitere Informationen über den Inhalt der Pressemitteilung können Sie sich an die Pressemitarbeiterin der Universität Maastricht (UM), Dunja Bajic, Tel. +31 (0)43 388 5243, E-Mail dunja.bajic@maastrichtuniversity.nl wenden.

Die Abteilung Marketing and Communications der UM ist unter +31 (0)43 388 5222, E-Mail pers@maastrichtuniversity.nl zu erreichen. Für dringende Angelegenheiten außerhalb der Bürozeiten: 06 4670 5574.

Die Pressemitteilungen der Universität Maastricht sind im Internet zu finden: www.maastrichtuniversity.nl/pers. Siehe auch das Webmagazine für interessante Forschungsarbeiten an der UM und folgen Sie uns auf Twitter: @MaastrichtU.

Dunja Bajic | idw
Weitere Informationen:
http://www.maastrichtuniversity.nl

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