Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Rostock entwickelt Biosensor zum sicheren Nachweis für gentechnisch veränderten Mais

29.11.2010
Einer Arbeitsgruppe der Universität Rostock unter Leitung von Dr. Gerd-Uwe Flechsig vom Institut für Chemie ist es gelungen, in einer Realprobe Maismehl weniger als 0,9 Prozent gentechnisch veränderten Mais MON810 mittels Biosensoren nachzuweisen.

Damit kann dieser wichtige Grenzwert für Lebensmittel-Verwendungen erstmals mit einem schnellen elektrochemischen Verfahren überwacht werden. „Mit diesem neuen Schnellverfahren ist uns ein wichtiger Durchbruch gelungen“, erklärte Dr. Flechsig.

„Die nächste Herausforderung für uns wird sein, neben der Geschwindigkeit auch die Nachweisgrenze des Verfahrens zu optimieren, um auch geringste Mengen an gentechnisch verändertem Mais erfassen zu können“, ergänzte Dipl.-Biol. Maren Mix, die das Thema im Rahmen ihrer Promotion bearbeitet. In der Arbeitsgruppe von Gerd-Uwe Flechsig wird seit Jahren an der elektrochemischen DNA-Analyse gearbeitet. Eine der Zielstellungen ist es, einen praxisgerechten schnellen und preiswerten Nachweis für gentechnisch veränderte Pflanzen zu entwickeln.

Die herkömmlichen optischen Analysemethoden sind demgegenüber aufwendig und langsam. Die Forschungen finden in enger Kooperation mit Frau Prof. Dr. Inge Broer von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock statt, die als Expertin für gentechnisch veränderte Pflanzen im In- und Ausland hoch geschätzt wird.

Die an der Universität Rostock entwickelten Methoden und Verfahren zum Nachweis von gentechnisch verändertem Mais sollen über das Unternehmen Gensoric GmbH, eine Ausgründung aus der Universität Rostock, vermarktet werden. „Wir freuen uns über die nachhaltige Kooperation mit der Universität Rostock. Wenn sich die vielversprechenden wissenschaftlichen Ergebnisse bestätigen, sollte Gensoric GmbH in der Lage sein, schon bald ein mobiles Messgerät im Markt anbieten zu können“, sagte Geschäftsführer Lars Krüger. Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Haftung für die Verbreitung von genveränderten Pflanzen, wird es einen immensen Bedarf an ausgereiften Nachweis-Systemen geben. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe von Dr. Flechsig könnten hierfür die Basis bilden.

Kontakt:
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Telefon: ++49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de
Priv.-Doz. Dr. Gerd-Uwe Flechsig
Institut für Chemie, Abteilung Analytische und Technische Chemie
Telefon: +49 (381) 498-6470
E-Mail: Gerd-Uwe.Flechsig@uni-rostock.de
Lars Krüger
Gensoric GmbH
Telefon: +49 (176) 2425 8293
E-Mail: l.krueger@gensoric.com

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Junger Embryo verspeist gefährliche Zelle
18.05.2018 | Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin der Universität Würzburg

nachricht Weiße Gespenster am Straßenrand - die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte
18.05.2018 | Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics