Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tau bis zum Nachmittag als Lebenselixier

04.04.2012
Biologen der TU Kaiserslautern konnten mit Meteorologen der Universität Marburg einen neuen Aspekt des Taus aufdecken.

Tau, den wir vor allem als Morgentau kennen, entsteht dadurch, dass Wasser aus der Luft an kühleren Oberflächen kondensiert. Durch Sonneneinstrahlung verdampft der Tau morgens meist schnell.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Michael Lakatos von der TU Kaiserslautern konnte im feucht-tropischen Tieflandregenwald von Französisch-Guayana noch bis zum frühen Nachmittag Taukondensation nachweisen – und zwar an Baumstämmen.

Während die aufgewärmte Luft morgens aus der Baumkronenschicht in die bodennahe Stammregion zieht, bleiben die Stämme selbst länger kühl. Die Feuchtigkeit des Regenwalds schlägt sich dann an ihnen nieder, kondensiert zu Tau.

Dieser verblüffende Fund hat auch bemerkenswerte biologische Auswirkungen, denn die Baumstämme sind übersät mit Kleinstlebewesen, die sehr stark von dieser Wasserverfügbarkeit abhängig sind.

Die sogenannten niederen Pflanzen, wie Algen, Flechten und Moose können dadurch ihre photosynthetische Aktivität erheblich verlängern. So kann die Strahlung der Sonne nicht nur am Morgen, sondern auch bis nachmittags, zur Zeit der stärksten Einstrahlung, genutzt werden.

Weitere Hinweise erhärten, dass dieses bisher unerkannte Phänomen des Taufalls sogar ein globales Merkmal des Lebensraumes Wald darstellen könnte.

Kontakt:
Dr. Michael Lakatos,
Tel.: 0631/205-4448,
E-Mail: lakatos@rhrk.uni-kl.de

Thomas Jung | TU Kaiserslautern
Weitere Informationen:
http://www.uni-kl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neurobiologie - Die Chemie der Erinnerung
21.11.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

nachricht Diabetes: Immunsystem kann Insulin regulieren
21.11.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Antarktisches Meereis: mehr Schutz als Vorratskammer für Krilllarven

22.11.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt

22.11.2017 | Informationstechnologie

CAU-Wissenschaftlerin erhält EU-Förderung zur Entwicklung neuer Implantate

22.11.2017 | Förderungen Preise