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Stress-Gen macht anfälliger für Herzinfarkte

19.12.2013
DNA-Baustein erhöht Risiko um 38 Prozent - Früherkennung möglich

Ein Stress-Gen haben Wissenschaftler der Duke University School of Medicine mit einem höheren Risiko in Zusammenhang gebracht, an einem Herzanfall oder einer Herzerkrankung zu sterben. Herzpatienten mit dieser genetischen Veränderung verfügten über ein um 38 Prozent höheres Risiko eines Herzanfalls oder Todes.


DNA: Gene spielen wichtige Rolle für das Herz (Foto: pixelio.de, G. Schoenemann)

Signifikante Anfälligkeit

Die Forscher schreiben in PLOS ONE http://plosone.org , dass eine personalisierte Medizin zu einer besseren psychologischen oder medizinischen Versorgung bei Personen mit einem hohen Risiko führen könnte. Laut Jeremy Pearson von der British Heart Foundation http://bhf.org.uk liefert diese Studie weitere Belege dafür, dass Stress das Herzrisiko direkt erhöhen kann.

Die Wissenschaftler untersuchten eine einzelne Veränderung eines DNA-Bausteins, eines sogenannten "Buchstabens", der mit einer erhöhten Anfälligkeit für die Auswirkungen von Stress in Zusammenhang gebracht worden war. Es zeigte sich, dass Patienten mit dieser genetischen Veränderung innerhalb eines Beobachtungszeitsraums von sieben Jahren über ein signifikant erhöhtes Herzanfall-Risiko verfügten.

Identifizierung von Genvarianten

Der Zusammenhang blieb laut den Experten auch dann bestehen, als Faktoren wie Alter, Fettsucht oder Rauchen berücksichtigt worden waren. Damit liegt laut den Forschern nahe, dass Methoden zur Stressbewältigung und Medikamente die Todesfälle und Arbeitsunfähigkeit nach einem Herzanfall verringern könnten.

Laut Redford Williams, Direktor des Behavioural Medicine Research Center an der Duke University School of Medicine http://bit.ly/18TcITl , ist diese Studie der erste Schritt zur Identifizierung genetischer Varianten, die zu einem erhöhten Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung führen. Damit sei ein Schritt in die Richtung gelungen, dass Menschen mit einem erhöhten Risiko bereits durch ihr Erbgut ermittelt werden können.

Das Identifizieren von Menschen mit dieser genetischen Veränderung könnte frühe Interventionen bei Herzpatienten ermöglichen, die über ein besonders hohes Risiko verfügen. Rund einer von zehn Männern und drei Prozent der Frauen der 6.000 an der Studie teilnehmenden Herzpatienten verfügten über eine genetische Veränderung, die mit einem erschwerten Umgang mit emotionalem Stress in Zusammenhang stand.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://medschool.duke.edu

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