Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stammzellforschung der Spitzenklasse: Leipziger Biochemiker gibt Protokoll-Handbuch heraus

09.10.2014

Stammzellen versprechen in vielen Anwendungsbereichen die Medizin der Zukunft zu prägen. Doch bevor diese Zellen für therapeutische Zwecke bei Patienten eingesetzt werden können, müssen ausführliche präklinische Untersuchungen durchgeführt werden.

Ein neu erschienenes Handbuch stellt Forschenden nun zahlreiche beispielhafte Protokolle und Methoden von international führenden Wissenschaftlern zur Verfügung. Damit können Experimente mit Stammzellen vereinheitlicht und verbessert werden.

Prof. Dr. Bruno Christ, Inhaber der Forschungsprofessur für Angewandte Molekulare Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig sowie Forscher am Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig, ist einer der Herausgeber eines Sammelbandes, der zahlreiche Methoden und Protokolle für Tiermodelle zur therapeutischen Nutzung von Stammzellen vorstellt.

„Das Buch soll dazu beitragen, möglichst einheitliche und qualitativ hochwertige Modelle für bestimmte Krankheitsbilder und deren Behandlung mit Stammzellen zu entwickeln“, fasst der Biochemiker die Zielstellung des Buches zusammen.

Die im Buch gesammelten Aufsätze beschreiben stammzellbasierte Behandlungsansätze für hepatologische, neurologische und kardiovaskuläre Krankheiten sowie für Muskel- und Bindegewebsdefekte. Sie machen die Forschungsansätze nachvollziehbar und wiederholbar. Auch auf besondere Tücken in den Experimentreihen wird hingewiesen.

„Für die Entwicklung von stammzellbasierten Therapien sind diese reproduzierbaren Studienanordnungen unverzichtbar, denn Forschende, die Zelltherapien entwickeln und klinische Studien planen, müssen die Sicherheit und die Wirksamkeit des therapeutischen Ansatzes belegen“, beschreibt Bruno Christ die Zielrichtung. Die von ihm zusammengetragenen Protokolle und Methoden stellen dafür eine fundierte Arbeitsgrundlage dar. 

Namhafte internationale Wissenschaftler haben ihre Laborprotokolle beigetragen. Unter ihnen sind z.B. Helene Strick-Marchand, französische Hepatologin, Thomas Braun, deutscher Biochemiker und Kardiologe , Federica Casiraghi, italienische Immunologin, Christine Mummery, niederländische Embryologin sowie Bruce A. Bunnell, US-amerikanischer Neurologe.

Auch Leipziger Wissenschaftler sind beteiligt: Bruno Christ stellt seine Methode zum Einsatz von mesenchymalen Stammzellen zur Behandlung von chronischer Leberentzündung vor; Walter Brehm von der Veterinärmedizinischen Fakultät und dem TRM der Universität Leipzig beschreibt den Einsatz von Stammzellen für die Behandlung von Gelenkerkrankungen bei Pferden.

Literaturhinweis:
Bruno Christ, Jana Oerlecke, Peggy Stock (Herausgeber): Animal Models for Stem Cell Therapy. Erschienen bei Springer Science+Business Media, Reihe: Methods in Molecular Biology, September 2014

Weitere Informationen:

http://www.springer.com/life+sciences/cell+biology/book/978-1-4939-1452-4
http://www.trm.uni-leipzig.de

Maria Garz | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Auf der molekularen Streckbank
24.02.2017 | Technische Universität München

nachricht Sicherungskopie im Zentralhirn: Wie Fruchtfliegen ein Ortsgedächtnis bilden
24.02.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie