Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Silvesterfeuerwerk: Schöner, bunter, größer

16.12.2009
Trends, Sicherheit und Europa

Auch Feuerwerkskörper unterliegen Modetrends: Schöner, bunter, mit immer mehr Schwarzpulver und Glitzereffekt gefüllt, soll das Feuerwerk für Jedermann sein.

Batterien sind weiterhin im Trend und werden immer größer. So werden die Träume manch eines Hobby-Feuerwerkers nun endlich wahr - einmal das Streichholz zünden und sich dann das minutenlang andauernde Feuerwerk genüsslich anschauen.

Denn: Nach der neuen europäischen Richtlinie 2007/23/EG dürfen nun Feuerwerksbatterien mit bis zu 500 Gramm Schwarzpulver inklusive Glitzereffekt verkauft werden. Das sind 300 Gramm mehr als es nach dem deutschen, nicht mehr gültigen Sprengstoffgesetz erlaubt war.

2007 ist die europäische Richtlinie 2007/23/EG über das Inverkehrbringen pyrotechnischer Gegenstände, also auch von Silvesterfeuerwerk, in Kraft getreten. Diese Richtlinie, unter der Federführung der BAM erstellt, soll Handelsschranken verringern und das Qualitäts- und Sicherheitsniveau der pyrotechnischen Gegenstände in Europa vereinheitlichen. Seit dem 1. Oktober 2009 wird diese Richtlinie in Deutschland umgesetzt. In Zukunft ist somit nur noch eine "Zulassung" für Europa erforderlich.

Während der Übergangszeit bis zum Jahr 2017 ist sowohl das neue als auch das alte Zulassungszeichen nebeneinander gültig.

Ein altes Zulassungszeichen lautet zum Beispiel: BAM - P II - 2526.

Ein neues Zulassungszeichen kann folgendermaßen aussehen:
In der ersten Zeile steht die Registriernummer. Dabei geben die ersten vier Ziffern die Kennnummer der benannten Stelle an, die die Prüfung durchgeführt hat. 0589 steht für die BAM. In der Zeile darunter steht eine Identifikationsnummer, zum Beispiel "BAM-F2-0001". In Deutschland verkaufte Produkte müssen eine Identifikationsnummer mit diesem BAM-Hinweis haben. Einfuhr und Gebrauch von Feuerwerkskörpern ohne oder mit gefälschter Zulassung ist weiterhin verboten.

Feuerwerkskörper sind kein Spielzeug, denn sie enthalten explosionsgefährliche Stoffe und können gefährliche Wirkungen entfalten. Daher müssen Feuerwerkskörper auf ihre sichere Handhabung und Qualität geprüft und zugelassen werden.

Die BAM hat dieses Jahr 113 neue Feuerwerkskörper auf ihre Sicherheit überprüft. Zusätzlich wurden bei 32 bekannten Feuerwerkskörpern Änderungen überprüft. 33 Feuerwerkskörper erhielten die Zulassung, 76 wurden abgelehnt und 1 Zulassung wurde widerrufen. Damit lag die Zahl der Ablehnungen bei 67 Prozent.

Das aktuelle Warenangebot und die genauen Produktionszahlen können erfragt werden beim

Verband der Pyrotechnischen Industrie
An der Pönt 48
40885 Ratingen
Telefon: +49-2102-18 62 00
www.feuerwerk-vpi.de
Auskünfte:
Lutz Kurth
Arbeitsgruppe Pyrotechnik
Fachgruppe II.3 Explosivstoffe
Telefon: +49 30 8104-1234
Internet: Liste der zugelassenen Feuerwerkskörper (Stand: 1.12.2009)
Klasse I: www.bam.de/p1.htm
Klasse II: www.bam.de/p2.htm
Prüfungen von Silvesterfeuerwerk durch die BAM
mit Fotos zum Download: www.bam.de/de/aktuell/presse/pressekonferenz.htm

Dr. Ulrike Rockland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bam.de/de/aktuell/presse/pressekonferenz.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse
21.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Wie Pflanzen ihr Gedächtnis vererben
21.08.2017 | Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik