Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schütte: "Sicherheit hat bei der Pflanzengenetik Priorität"

08.07.2010
Neue Förderinitiative nach Anregungen des Runden Tisches geplant / Internet-Portal www.biosicherheit.de jetzt mit noch mehr Informationen

Die biologische Sicherheitsforschung stand im Mittelpunkt des vierten Runden Tisches Pflanzengenetik am Mittwoch im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

"Der offene und intensive Dialog beim Runden Tisch hat gezeigt, dass weiterhin eine sorgfältige, häufig auch interdisziplinäre wissenschaftliche Forschung zu den Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen notwendig ist", sagte BMBF-Staatssekretär Georg Schütte, der den Runden Tisch leitete. "Nur so können wir die notwendigen fachlichen Kompetenzen erhalten, um die weltweit dynamischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Gentechnik zu beurteilen und verantwortlich zu nutzen."

Schütte kündigte für Ende des Jahres die Fortsetzung der Förderung zur biologischen Sicherheitsforschung an. Der Staatssekretär sicherte zu, die Vorschläge der Teilnehmer, die sich am Mittwoch zum letzten Mal zum Runden Tisch Pflanzengenetik getroffen hatten, bei der Ausgestaltung dieser Förderinitiative zu berücksichtigen. Hochrangige Vertreter aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Verwaltung und von Verbänden hatten zuvor mit Staatssekretär Schütte und mit dem Staatssekretär Robert Kloos aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium intensiv und durchaus auch kontrovers über die Sicherheitsaspekte der Pflanzengenetik diskutiert. Dabei ging es insbesondere um die Frage, welche Risiken speziell von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgehen.

"Für die Bundesregierung hat die Sicherheit für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt oberste Priorität", sagte Schütte. Das BMBF beispielsweise unterstützt die biologische Sicherheitsforschung seit 1979 bis heute mit mehr als 100 Millionen Euro. "Mit der Förderung der biologischen Sicherheitsforschung werden die in der öffentlichen Debatte um die Grüne Gentechnik vorgebrachten und wissenschaftlich begründeten Einwände und Befürchtungen aufgegriffen", sagte Schütte. "Eine gute Kommunikation dieser Wissenschaft ist auch Voraussetzung dafür, dass die Pflanzengenetik überhaupt erfolgreich sein kann."

Die Erweiterung des Wissens über das Verhalten gentechnisch veränderter Pflanzen unter Freilandbedingungen und die Beobachtung der Auswirkungen ihrer Anwendungen sind Gegenstand der Forschungsaktivitäten. In 300 Projekten haben sich an der Erforschung der biologischen Sicherheit von gentechnisch veränderten Organismen über 60 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt. Schütte betonte: "Die beteiligten Forscherinnen und Forscher in Deutschland sind sich der Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt wie auch für das Wohlergehen nachfolgender Generationen sehr bewusst. Die Projekte zur biologischen Sicherheitsforschung werden mit äußerster wissenschaftlicher Sorgfalt geplant und durchgeführt. Die Ergebnisse sind in international anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht worden und haben Eingang bei Entscheidungen der Zulassungsbehörden gefunden. Viele klärende Ergebnisse liegen mittlerweile vor."

Bei den Projekten gab es keine wissenschaftlichen Belege für gesundheitliche oder ökologische Schäden von gentechnisch veränderten Pflanzen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich umfassend über die konkreten Forschungsthemen und Ergebnisse der geförderten Projekte unter www.biosicherheit.de informieren.

Hintergrundinformation zum Informationsportal www.biosicherheit.de:
Mit jährlich mehr als einer Million Besuchern hat sich die Internetseite www.biosicherheit.de zur zentralen Informationsplattform rund um die Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen entwickelt. Jetzt präsentiert sich biosicherheit.de in neuem Layout und mit deutlich optimierten Funktionen. Neue redaktionelle Akzente und eine straffere Menüführung sorgen für mehr Transparenz und eine übersichtliche Struktur. Mit Hilfe eines leistungsstarken Navigationsinstrumentes zur Erschließung komplexer Themenbereiche findet der Nutzer künftig noch schneller und einfacher die für ihn wichtigen Fakten.

Text- und Bildmaterial sowie Videodokumentationen zu den Forschungsprojekten stehen in der neuen Rubrik "Mediathek" zum Download bereit. Medienvertreter können sich im Pressebereich für den Presseverteiler von biosicherheit.de registrieren.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht „Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz
08.12.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Die Zukunft der grünen Gentechnik
08.12.2017 | Max-Planck-Institut für Biochemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie