Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"2013 Ziel" – 500 Wissenschaftler verabschieden Resolution zur biologischen Vielfalt in Europa

22.09.2010
Als "2013-Ziel" schlagen die Teilnehmer der Tagung die Neuformulierung der EU Biodiversitätspolitik auf der Basis von sieben Maßnahmen vor

Biodiversitätsschutz für ganze Regionen, Etablierung eines Systems zur Erfassung und Prognose der Biodiversität, Einbeziehung der ökonomischen Folgen des Biodiversitätsverlusts in wirtschaftliches Handeln sowie die gleichzeitige Bekämpfung von Biodiversitätsverlust und Klimawandel.

Weiterhin fordern die Wissenschaftler die Übernahme von Verantwor-tung für die globale Biodiversität durch die EU, die Ausbildung und Beschäftigung von Biodiversitätsexperten und die verstärkte Förderung der Biodiversitätsforschung.

Über 500 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus 34 Nationen haben auf der kürzlich beendeten Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (GfÖ) in Gießen über die Zukunft der biologischen Vielfalt diskutiert. „Wir sind sehr besorgt darüber, dass das von den Unterzeichnerstaaten der Biodiversitätskonvention verabschiedete 2010-Ziel für die Biodiversität nicht erreicht wurde“ sagt Prof. Dr. Volkmar Wolters, Gastgeber der Tagung und Präsident der GfÖ. Es sei nicht gelungen, die dramatische Zerstörung der Biodiversität entscheidend aufzuhalten. Im Gegenteil: Ökosysteme, Arten und genetische Informationen gingen immer rascher verloren, in Europa überwiegend durch intensive und nicht nachhaltige Landnutzung. „Jetzt muss entschlossen gehandelt werden“, so Prof. Wolters weiter.

Nach der Überzeugung der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bietet die Verabschiedung des nächsten Haushalts der EU im Jahre 2013 eine große Chance für ein Umsteuern der Politik zum Nutzen der biologischen Vielfalt. Dies insbesondere deshalb, weil der neue Haushalt eine umfassende Agrarreform beinhalten soll, welche die Biodiversität Europas langfristig beeinflussen wird. Ziel müsse es sein, ein nachhaltiges Miteinander von Mensch und Natur in der Kulturlandschaft zu erreichen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrem Grußwort zu der Tagung darum gebeten, dass sich die Wissenschaft verstärkt in die politischen Bemühungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt einbringt. „Dieser Bitte kommen wir gerne nach“ betont Prof. Dr. Bruno Baur aus Basel, Vertreter der Schwei-zer Ökologen im Vorstand der Gesellschaft für Ökologie.

Vollständiger Text der Resolution unter http://www.gfoe-giessen-2010.de

Kontakt:
Prof. Dr. Volkmar Wolters
Justus-Liebig-Universität Gießen
Heinrich-Buff-Ring 26
D-35392 Gießen
Tel.: 0641 99 35701
praesident@gfoe.org

Sebastian Tilch | idw
Weitere Informationen:
http://www.gfoe-giessen-2010.de
http://www.gfoe.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zirkuläre RNA wird in Proteine übersetzt
24.03.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen
24.03.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise