Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie passen sich Tiere an Umweltbedingungen an?

11.12.2009
DFG bewilligt neue Forschergruppe an der Universität Bielefeld

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet eine neue Forschergruppe an der Universität Bielefeld ein. Die Gruppe trägt den Titel "Reduction of Phenotypic Plasticity in Beavior by Early Experience: Functional Consequences of an Adaptive Mechanism?" und wird auf dem Gebiet der Verhaltensforschung arbeiten. Untersucht werden soll, inwiefern Einflüsse in der frühen Lebensentwicklung von Säugern, Vögeln und Insekten deren späteres Verhalten mitbestimmen.

Die Anpassungsfähigkeit von Lebewesen an Umweltbedingungen wird im Laufe ihrer Entwicklung immer geringer. Demzufolge ist die frühe Lebensphase von besonderem Interesse. Dass Verhaltenseigenschaften Schrittmacher der Evolution sind, ist unbestritten. Doch welche Einflüsse in der frühen Individualentwicklung - wie Nahrungsverfügbarkeit und soziale Umwelt - bestimmen das spätere Verhalten eines Tieres?

Als Analysemaßstab sollen Fitness-Effekte dienen, die bei Säugern, Vögeln und Insekten miteinander verglichen werden. Tiere dieser drei Gruppen unterscheiden sich in ihren Lebensläufen stark voneinander. Dadurch können am Ende allgemeinere Schlüsse über die Bedeutung verschiedener Stadien der Ontogenese, auf die Art der Veränderungen und auf die Anpassung solcher Veränderungen zu den ökologischen Bedingungen während der Jugendentwicklung gezogen werden. So wird zum Beispiel untersucht, ob Individuen, die im Frühjahr geboren werden und sich sofort fortpflanzen, andere Verhaltenseigenschaften aufweisen, als solche, die im Herbst geboren werden und den Winter überstehen müssen.

Sprecher der neuen DFG-Forschungsgruppe wird Professor Dr. Fritz Trillmich von der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld. Fritz Trillmich hat seit 1990 nach Stationen an den Universitäten in Freiburg und München sowie am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen den Lehrstuhl für Verhaltensforschung an der Universität Bielefeld inne. Seine Forschungsinteressen liegen unter anderem in Themen wie Lebenslaufstrategien (untersucht an Meerschweinchen) sowie Demographie und Fortpflanzungsstrategie (z.B. an Seelöwen). Ebenfalls an der Forschergruppe beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Münster und Potsdam.

Die DFG fördert die neue Forschergruppe mit der Nummer 1232 für drei Jahre mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. In den DFG-Forschergruppen arbeiten mehrere als herausragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an einer besonderen Forschungsaufgabe, mit dem Ziel, Ergebnisse zu erreichen, die über eine reguläre Einzelförderung deutlich hinausgehen.

Kontakt:
Prof. Dr. Fritz Trillmich, Universität Bielefeld
Fakultät für Biologie, Lehrstuhl Verhaltensforschung
E-Mail: ftrillmich@uni-bielefeld.de
Tel.: 0521 / 106-2836

Torsten Schaletzke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Demenz: Neue Substanz verbessert Gehirnfunktion
28.07.2017 | Technische Universität München

nachricht Mit einem Flow-Reaktor umweltschonend Wirkstoffe erzeugen
28.07.2017 | Universität Bielefeld

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Assistenzsysteme für die Blechumformung

28.07.2017 | Maschinenbau

Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

28.07.2017 | Physik Astronomie

Satellitendaten für die Landwirtschaft

28.07.2017 | Informationstechnologie