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Nochmals 600 TEuro aus Saudi-Arabien für Forschungsarbeiten in Rostock

20.04.2010
Drittmitteleinwerbung und wissenschaftliche Veröffentlichungen sind weltweit die Gradmesser der Forschung.

Das Leibniz-Institut für Katalyse ehrt am 23. April 2010 Professor Uwe Rosenthal mit einem Festkolloquium aus Anlass seines 60. Geburtstages. Auch am Persischen Golf schätzt man die Forschungsarbeiten von Rosenthal.

In den letzten Jahren sind bereits 600 Tausend Euro nach Rostock geflossen, ein Vertrag über weitere 600 TEuro ist abgeschlossen und unterschrieben.

"Wo liegt Al Jubail?" fragte sich Uwe Rosenthal, als ihm vor cirka vier Jahren von der petrochemischen Industrie ein Forschungsauftrag aus Saudi-Arabien angeboten wurde. Inzwischen kennt sich Rosenthal, Chemiker und stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse in Rostock (LIKAT), in Saudi Arabien bestens aus und weiß, dass sich in der Industriestadt Al Jubail am Persischen Golf eine Produktionsanlage seines Kooperationspartners Saudi Basic Industries Corporation (SABIC) befindet. In einem Projekt mit SABIC geht es um die Produktion spezieller Olefine, so genannter LAOs (Linear Alpha-Olefines), die in der chemischen Industrie zu Kunststoffen, Tensiden, Schmierstoffen und vielem mehr weiterverarbeitet werden. Diese speziellen Olefine stellen einen großen Markt dar. Weltweit produziert die Petrochemie mehr als drei Millionen Tonnen LAOs im Jahr.

Uwe Rosenthal - ein UR-Gestein des LIKAT: Zum Studium 1968 aus der Altmark nach Rostock gekommen, ist er seit Anfang 1973 nunmehr 37 Jahre am Rostocker Katalyseinstitut tätig, das sich früher am Glatten Aal im Stadtzentrum und heute in einem Neubau in der Albert-Einstein-Straße in der Südstadt befindet. Die Geschichte dieses Institutes hat er nicht nur miterlebt sondern insbesondere nach der Wende sehr positiv mitbeeinflußt.

Dabei lag ihm die enge Verbindung von Grundlagenforschung und industriellen Anwendungen stets am Herzen, was sich in seiner engen Verflechtung in der Wissenschaftscommunity einerseits und der Kooperation mit den verschiedenen Industrieunternehmen andererseits ausdrückt. Neben über 200 Veröffentlichungen von UR in renommierten Fachzeitschriften der Welt sind seine nunmehr fast 7-jährige Tätigkeit als gewählter Fachkollegiat in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Industie-Projekte mit Firmen wie LINDE und der saudi-arabischen Erdölfirma SABIC in Riad einige Beispiele hierfür. Diese Tätigkeiten helfen, das LIKAT und den Wissenschaftsstandort Rostock weltweit bekannt zu machen, das LIKAT dankt mit einem Festkolloquium.

LIKAT Albert-Einstein-Straße 29 a 18059 Rostock
Dr. Barbara Heller 0381 1281 146 oder 0162 177 5013
barbara.heller@catalysis.de

Dr. Barbara Heller | idw
Weitere Informationen:
http://www.catalysis.de

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