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Neues Element im Periodensystem

10.06.2009
Der internationale Verband IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) hat nun offiziell anerkannt, dass ein neues chemisches Element am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt entdeckt worden ist. Das Element 112 ist das bislang schwerste Element im Periodensystem. Nun dürfen die Entdecker um Prof. Dr. Sigurd Hofmann einen Namen für das neue Element vorschlagen.
"Am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt sind seit 1981 sechs neue chemische Elemente entdeckt worden, von Element 107 bis nun zum Element 112. Dieser Erfolg zeigt, dass die Beschleunigeranlage weltweit zu den leistungsfähigsten ihrer Art zählt und dass das Zentrum eine Spitzenstellung in der physikalischen Grundlagenforschung besetzt", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

"Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Entdeckerteams werden sich in den nächsten Wochen zusammensetzen und einen Namen für das neue Element vorschlagen", sagt Prof. Dr. Sigurd Hofmann, der das Team leitet. An den Experimenten, die zur Entdeckung von Element 112 führten, waren 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Finnland, Russland und der Slowakei beteiligt. Das erste Atom des Elements 112 hatten die Forscher bereits im Jahr 1996 am Beschleuniger des GSI Helmholtzzentrums erzeugt. Ein zweites Atom konnten sie im Jahr 2000 nachweisen. In nachfolgenden Experimenten im Beschleunigerlabor RIKEN in Japan konnten seitdem weitere Atome des Elements 112 nachgewiesen werden, welche die GSI-Entdeckung bestätigten.

Insgesamt gelang es Wissenschaftlern in Experimenten am Beschleuniger des GSI Helmholtzzentrums seit dem Jahr 1981, sechs chemische Elemente mit den Ordnungszahlen 107 bis 112 zu entdecken. Den bislang offiziell anerkannten Elementen 107 bis 111 hat die GSI bereits Namen gegeben: Bohrium für Element 107, Hassium für Element 108, Meitnerium für Element 109, Darmstadtium für Element 110 und Roentgenium für Element 111.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). www.helmholtz.de

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
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