Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Servicestelle der Chemie ermittelt winzige Stoffmengen für Forscher der Saar-Uni

08.09.2011
Wenn Schadstoffe in der Luft aufgespürt werden sollen, sucht man häufig nach sehr geringen Konzentrationen. Manchmal kommt es dabei auf nur ein Teilchen unter Millionen anderen an.

Um solche geringen Stoffmengen messen zu können, benötigt man Geräte und Kenntnisse der Elementanalytik, einem Teilgebiet der Analytischen Chemie. An der Universität des Saarlandes wurde jetzt eine neue Servicestelle der Anorganischen Chemie eingerichtet, die alle Kompetenzen in der Elementanalytik bündelt und Wissenschaftlern der gesamten Universität zur Verfügung stellt. Dort können dann zum Beispiel Materialwissenschaftler Hilfe erhalten, wenn sie die genaue Zusammensetzung von Werkstoffen analysieren wollen.

In einem ersten Schritt werden in der Servicestelle vor allem so genannte CHN-Analysen angefertigt. Diese geben Aufschluss über den Kohlenstoff-, Wasserstoff und Stickstoffgehalt organischer und metallorganischer Verbindungen. Mit Hilfe weiterer instrumenteller Methoden können Chemiker damit nachweisen, dass sie zweifelsfrei eine bestimmte chemische Verbindung synthetisiert haben.

„In vielen wissenschaftlichen Zeitschriften müssen die Forscher ein solches Ergebnis angeben, um zu beweisen, dass sie sauber und reproduzierbar gearbeitet haben. Die Analysen sind also eine wichtige Qualitätskontrolle für die Forschung“, sagt Guido Kickelbick, Professor für Anorganische Festkörperchemie der Saar-Uni, in dessen Bereich die Servicestelle angesiedelt ist.

In einer weiteren Ausbaustufe sollen den Wissenschaftlern der Saar-Uni zusätzliche Methoden der Elementanalytik, wie zum Beispiel die Atomabsorptionsspektroskopie, zugänglich gemacht werden. „Die Servicestelle bietet damit die Chance, die Expertise der Elementanalytik an einer Stelle zu bündeln und die instrumentelle Ausstattung für möglichst viele Forscher zu nutzen“, erläutert Professor Kickelbick. Die Servicestelle wird bis zum Abschluss der Renovierung des Gebäudes der Anorganischen Chemie (C 4.1) auf dem Saarbrücker Uni-Campus auf dem Campus Dudweiler untergebracht.

Fragen beantworten:

Prof. Dr. Guido Kickelbick
Anorganische Festkörperchemie
Tel: 0681 302 70651
E-mail: kickelbick@mx.uni-saarland.de
Susanne Harling
Ansprechpartnerin für Analysen
Dudweiler, Am Markt, Zeile 1
66125 Saarbrücken
Tel.: 0681/ 302-2915
E-Mail: s.harling@mx.uni-saarland.de
Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.

Friederike Meyer zu Tittingdorf | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de/elementanalytik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Antibiotikaresistente Erreger in Haushaltsgeräten
16.02.2018 | Hochschule Rhein-Waal

nachricht Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt
16.02.2018 | Stiftung Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics