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Neue Bakterienart nach dem Lovén Zentrum für Marine Wissenschaften benannt

19.04.2010
Eine Forschergruppe am Sven Lovén Zentrum für Marine Wissenschaften an der Universität Göteborg ist auf eine neue Bakterienart gestoßen, welche auschliesslich in Schwedens grösstem Fjord - dem Gullmarsfjord vorkommt. Das neue Bakterium wurde zu Ehren der neugegründetten Forschungsstation auf den Namen Endoxenoturbella lovénii getauft.

Der junge Wissenschaftler Mattias Obst vom Zoologischen Institut an der Universität Göteborg hat wie viele andere Wissenschaftler seine Forschungsbasis am Sven Lovén Zentrum für Marine Wissenschaften. Das neugregründette Institut ist eine Vereinigung der marinenbiologischen Stationen in Kristineberg bei Lysekil und in Tjärnö bei Strömstad.

In einem gerade erschienenen wissenschaflichen Artikel beschreibt Obst und seine Kollegen eine neue Bakterienart, eine sogenannter endosymbiontischer Prokariot. Das Bakterium lebt im Darmsystem eines Wurms mit dem Namen Xenoturbella. eine Kreatur die selbst auch nur im Gullmarsfjord zu finden ist.

Um die Bedeutung des neugegründeten Lovén Zentrums für die marinbiologische Forschung hervorzuheben haben wir uns entschlossen die neue Art Endoxenoturbella lovénii zu nennen, sagt Matthias Obst.

Der Wirt des Bakteriums, ein Wurm in der Grösse eines Daumennagels, hat mit seinem einmaligen Körperdesign seit jeher eine Unzahl von Evolutionsbiologen aus der ganzen Welt zum Lovén Zentrum nach Kristineberg gelockt. Der Wurm hat weder Gehirn, noch Fortpflanzung- oder Atmungsorgansorgane und dieser einzigartige Körperbau ist unglaublich wertvoll um die frühe Evolution im Tierreich besser verstehen zu können, sagt Matthias Obst.

Die Entdeckung des 'Lovén-Bakteriums' wurde am 15. Arpil in der angesehenen Zeitschrift Applied and Environmental Microbiology publiziert und konnte sogar die Umschlagsseite schmücken.

Helena Aaberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.gu.se/

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