Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MS: Forscher identifizieren beteiligtes Gen

14.02.2011
Mutation von CBLB-Gen führt zu höherem Erkrankungsrisiko

Wissenschaftler des Istituto di Neurogenetica e Neurofarmacologia und der Universität von Cagliari haben ein an der Entstehung der Multiplen Sklerose (MS) beteiligtes Gen entdeckt. Im Rahmen der Studie über die gefürchtete Immunkrankheit wurden erstmalig mehr als sechs Mio. Genmarker und damit das Dreifache der bei anderen Forschergruppen üblichen Datenmenge analysiert.

Projektkoodinator Francesco Cucca, Genetikspezialist und Leiter des Inn-Cnr, erklärte: "Wir haben herausgefunden, dass Veränderungen am CBLB-Gen zu einer signifikanten Erhöhung des Erkrankungsrisikos führen." Dieser bei der Aktivierung des Lymphotenzytenrezeptors beteiligte Erbfaktor produziere ein Protein, das mit mehreren Funktionen ausgestattet sei.

"Die Erkenntnis deckt sich mit Untersuchungen an verschiedenen Tiermodellen", so der italienische Forscher weiter. Bei Mäusen führe das Fehlen des Gens zur autoimmunen Encephalomyelitis, einer Störung des Nervensystems, die der Multiplen Sklerose sehr ähnlich sei. Die Studienergebnisse sind wichtig, da sie eine gute Grundlage für neue Therapieansätze liefern.

Weltweit drei Mio. Betroffene

Von Multipler Sklerose sind weltweit über drei Mio. und in Europa eine halbe Mio. Menschen betroffen. Unter Jugendlichen und Heranwachsenden stellt sie das am stärksten verbreitete neurologische Krankheitsbild und einen der wichtigsten Gründe für körperliche Behinderungen dar. Von den mehr als 50.000 in Italien bekannten Fällen stammt ein Großteil aus Sardinien.

Einzelheiten der Untersuchung sind in der Fachzeitschrift "Nature Genetics" unter dem Titel "Variants within the immunoregulatory CBLB are associated with multiple sclerosis" veröffentlicht. Sie war im Rahmen des internationalen Forschungsprogramms Genone Wide Association Study an 883 Sklerose-Patienten und 872 gesunden Menschen durchgeführt worden. "Die Studie soll schon bald auf jeweils 2.000 Patienten und gesunde Freiwillige ausgedehnt werden", berichtet Cucca.

Harald Jung | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.inn.cnr.it
http://www.unica.it

Weitere Berichte zu: CBLB-Gen Cucca Erkrankungsrisiko Gen FTO Multiple Sklerose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Verteidigung um fast jeden Preis
14.12.2017 | Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie, Plön

nachricht Mitochondrien von Krebszellen im Visier
14.12.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten