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Mikroemulsionen in Mitteldestillaten - Untersuchung zur Entwicklung präventiver Maßnahmen

12.03.2015

Um die Reichweite fossiler Energieträger zu erhöhen und den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen zu verringern, werden in Deutschland zurzeit Biokomponenten wie Fettsäuremethylester (FAME) oder hydrierte Pflanzenöle (HVO) in Mitteldestillaten wie Diesel und Heizöl EL beigemischt. Biokomponenten tragen insbesondere bei längeren Lagerzeiten zu Alterungsprozessen von Brenn- und Kraftstoffen bei, durch die sich unter anderem Wasser-in-Öl-Emulsionen bilden können.

Außerdem kommen mit den Biokomponenten auch Alkali- und Erdalkali-Metalle sowie Phosphor in den Brenn- bzw. Kraftstoff, die unter bestimmten Umständen zu einer mikrobiologischen Degradation führen, bei der zusätzliches Wasser sowie Emulgatoren entstehen können.


Biokomponenten tragen insbesondere bei längeren Lagerzeiten zu Alterungsprozessen von Brenn- und Kraftstoffen bei, durch die sich unter anderem Wasser-in-Öl-Emulsionen bilden können.

OWI Oel-Waerme-Institut GmbH

Emulsionen können Korrosion und während einer mikrobiologischen Degradation die Biofilmbildung begünstigen, was in Einzelfällen zu Betriebsstörungen der Anwendungstechnik führen kann.

Da die Mechanismen der Bildung von Wasser/Öl-Emulsionen in Mitteldestillaten, ihre Stabilität und ihre Auswirkungen auf die in Heizölbrennersystemen eingesetzten Materialien noch zu wenig bekannt sind, gehen das OWI Oel-Waerme-Institut und das Institut für Angewandte Mikrobiologie (iAMB) der RWTH Aachen in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben zur Entwicklung von Präventivmaßnahmen den offenen Fragen nach.

Die Veränderungen der chemisch-physikalischen Eigenschaften von Mitteldestillaten sollen am Beispiel von Heizöl EL A dargestellt werden. Darüber hinaus ist der Einfluss von Emulsionen auf die Ausbildung freier Wasserphasen und das Überleben von Mikroorganismen in der Brennstoffmatrix zu klären.

Die Identifizierung von mikrobiologischen Vorgängen in Mitteldestillaten und deren Mischungen mit Biokomponenten ist für Hersteller von Tankanlagen, Pumpen, Filtern und Biodiesel von großer Bedeutung.

Sie können aufgrund der Ergebnisse Anpassungen an Systemkomponenten vornehmen und die Entwicklung neuer Pump- oder Filtersysteme vorantreiben bzw. neue Tankmaterialien integrieren.

Das IGF-Vorhaben 18163 N der Forschungsvereinigung Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V. – DGMK, Überseering 40, 22297 Hamburg wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Weitere Informationen:

http://www.owi-aachen.de

Michael Ehring | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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