Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meeresspiegel lag vor 400.000 Jahren 21 Meter höher

10.02.2009
Forscher finden Spuren des Meeresanstiegs auf den Bermudas

Dort wo heute Urlauber in der Sonne liegen, auf den scheinbar unendlich langen Sandstränden Bermudas, befand sich vor 400.000 Jahren Meeresboden.

US-Wissenschaftler haben nun mit Funden im Kalkstein der atlantischen Insel eindeutig bewiesen, dass der Meeresspiegel im Mittleren Pleistozän um 21 Meter über dem heutigen Wert lag. Die Vermutung hatten die Forscher bereits vor zehn Jahren gehabt, allerdings wurde sie von Geologen damals sehr skeptisch betrachtet.

Storrs Olson, Zoologe am Smithsonian National Museum of Natural History und der Geologe Paul Hearty von der Bald Head Island Conservancy haben sowohl Sedimente als auch fossile Spuren in den Wänden einer Kalksteinwand entdeckt. Die Proben stammen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von einem plötzlichen Anstieg - wie etwa nach einem Tsunami - sondern weisen auf einen relativ rasch vollzogenen Anstieg des Meeres hin, der durch die schmelzende Eisschicht an den Polen verursacht wurde.

Würde ein solcher Anstieg heute erfolgen, hätte dies vor allem auf die Küstenregionen und Inseln verheerende Auswirkungen. So würde der größte Teil Floridas unter Wasser stehen, schreiben die Forscher.

"Welche Auswirkungen dies auf die terrestrische Fauna und Seevögel hat, die zum Nisten Land brauchen, wird in Bermuda auch deutlich", so Olson. "Die Inselgruppe mitten im Atlantik war derart beliebt bei brütenden Seevögeln, dass einige der Spezies wie etwa der Kurzschwanz-Albatros ausgestorben sind." Die Forscher wollen nun genauer bestimmen, wie lange es gedauert hat, bis der Meeresspiegel auf sein höchstes Maß angestiegen ist. Dies soll dann weitere Schlussfolgerungen über die Veränderung des Lebens bringen, meinen die Wissenschaftler. Das soll auch ein Modell dazu liefern, was bei einem globalen Meeresanstieg genau passiert.

"Die Entdeckungen sind sehr wesentlich. Biogeographen, Umweltschützer und andere Forscher sollten die Entdeckungen für ihre Arbeiten heranziehen, da sie in der Lage sind, vorherzusagen, was bei einem Anstieg des Meeresspiegels in einer interglazialen Periode - die auch derzeit stattfindet - genau passiert", schreibt Olson.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mnh.si.edu
http://www.bhic.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zirkuläre RNA wird in Proteine übersetzt
24.03.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen
24.03.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise