Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medizinische Mikrobiologen entschlüsseln Erbgut von Listerienbakterien

24.10.2008
Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Gießener Genom-Projekt mit 400.000 Euro

Mit rund 400.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Projekt der Universität Gießen zur Entschlüsselung des Erbguts von Listerienbakterien. Die Förderung erfolgt im Rahmen des "ERA-NET PathoGenoMics"-Netzwerkes der EU.

Ziel des Projekts unter der Leitung von Prof. Dr. Trinad Chakraborty und Dr. Torsten Hain vom Institut für Medizinische Mikrobiologie ist es, die Entwicklung und die krankheitsauslösenden Eigenschaften einer bestimmten Listerienart besser zu verstehen.

Dieses weit verbreitete Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen "Listeria monocytogenes" infiziert Menschen vor allem über verdorbene Lebensmittel. Besonders Personen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Menschen oder Schwangere gehören zu den gefährdeten Gruppen. Der letzte bekannte Ausbruch einer Listerien-Infektion (Listeriose) ereignete sich im September 2008 in Kanada. Dort starben mehr als 20 Patienten nach dem Verzehr von mit Listerien verunreinigten Fleischprodukten.

Um das Genom (Erbgut) von "Listeria monocytogenes" zu entschlüsseln, verwenden die Gießener Mikrobiologen in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen eine neue, besonders schnelle Methode. Waren früher Jahre für die Entschlüsselung nötig, ist das mit der sogenannten Hochdurchsatz-DNA-Sequenzierungs-Technologie innerhalb von Tagen möglich. Insgesamt wollen die Forscher acht weitere Genome von "Listeria monocytogenes" vollständig erfassen und analysieren.

Kontakt:
Prof. Dr. Trinad Chakraborty und Dr. Torsten Hain,
Institut für Medizinische Mikrobiologie
Frankfurter Straße 107, 36392 Gießen
Telefon: 0641 99-46400, Fax: 0641 99-46409
E-Mail: Torsten.Hain@mikrobio.med.uni-giessen.de

Lisa Dittrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/

Weitere Berichte zu: Entschlüsselung Erbgut Genom Listeria Listerienbakterien

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Wolkenbildung: Wie Feldspat als Gefrierkeim wirkt
09.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie